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02.06.2009

Bluthochdruck oft durch Hormonstörung verursacht

Bluthochdruck oft durch Hormonstörung verursachtBei rund 15% der Menschen mit Bluthochdruck ist dieser Folge einer anderen Erkrankung - meist einer hormonellen Störung. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) empfiehlt, bei Hochdruck-Patienten immer auch die Hormonwerte zu untersuchen. Mit Hilfe eines einfachen Bluttests, kann der Arzt unter Berücksichtigung der eingenommenen Blutdruck-Mittel verschiedene Hormone überprüfen - die Krankenkassen tragen diese Leistung.

In etwa 10% der Fälle ist eine Überproduktion des Nebennierenhormons Aldosteron der Auslöser: Dieses so genannte Conn-Syndrom betrifft hierzulande rund 2,5 Millionen Menschen. Aldosteron regelt den Blutdruck, zu viel davon lässt ihn krankhaft ansteigen. Häufig entsteht ein Überschuss an Nebennierenhormonen auch durch eine gutartige Geschwulst, die selbst die Botenstoffe produziert. Bei einem Drittel der Patienten mit Conn-Syndrom lässt sich der Tumor operieren und der Bluthochdruck damit heilen. Aber auch eine gezielte medikamentöse Therapie normalisiert einen hormonell bedingten Bluthochdruck in vielen Fällen.

Messung der Hormon-Spiegel kann Aufschluss geben

Auch andere Hormone der Nebenniere können im Überschuss Bluthochdruck verursachen. So produziert zum Beispiel das Phäochromozytom als meist gutartige Geschwulst die blutdruckerhöhenden Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Wenn Bluthochdruck mit besonderen klinischen Zeichen wie anfallsartigem Herzrasen, Schwitzen und Kopfschmerzen einhergeht, sind laut DGE weitere Hormonuntersuchungen notwendig.

Etwa 25 Millionen Menschen in Deutschland haben einen zu hohen Blutdruck. Bluthochdruck ist einer der bedeutendsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Deshalb ist es der DGE zufolge wichtig, die Ursache abzuklären und diesen zu behandeln. Insbesondere Patienten mit nicht therapierbarem Bluthochdruck, unter 40-Jährige Hochdruck-Patienten und solche mit veränderten Blutsalzen sollten ihre Hormon-Spiegel untersuchen lassen. Denn mit einer angemessenen Behandlung lassen sich langfristige Schäden an Organen und Gefäßen vermeiden.

 

 

 



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