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03.06.2009

Trainings-Pause nach Infektion schützt vor Herzbeschwerden

Sport ist gesund und stärkt das Herz - aber nur, wenn der Körper fit ist. Nach einer Grippe oder Virusinfektion sollten Sportler langsam ins Training zurückkehren. Denn ob Grippe, Erkältung oder auch Viruserkrankungen wie Röteln, Masern, Hepatitis oder Windpocken: Krankheitserreger können sich jederzeit bis zum Herz hin ausbreiten.

Ist auch das Herz von der Erkrankung betroffen, spricht man von einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Es ist für den Kardiologen jedoch häufig sehr schwer, eine Myokarditis sofort zu entdecken. Sportliche Belastung erhöht im Falle einer nicht erkannten Herzmuskelentzündung jedoch die Gefahr ernsthafter Komplikationen wie z.B. gefährlicher Herzrhythmusstörungen: Fast 5% der Todesfälle junger Athleten sind Folge einer Myokarditis. Ein großes gesundheitliches Risiko ist dabei die vorschnelle Wiederbelastung  nach einer Infektion. Wenn man sich nach einem Infekt nur langsam erholt, kann das ein Hinweis darauf sein, dass das Herz in seiner Funktion gestört ist.

Die Symptome sind dabei oft nur schwer von den Beschwerden der Ursprungserkrankung zu unterscheiden. Hinweise auf eine Herzmuskelentzündung können starke Müdigkeit, Herzrhythmusstörungen, hohe Pulswerte oder Brustschmerzen sein.

Die meisten Fälle einer Herzmuskelentzündung bleiben unentdeckt: Die Erkrankung verheilt von selbst, ohne zwangsläufig Folgeschäden zu bewirken. Ein kleiner Schnupfen muss nicht gleich das Trainings-Aus bedeuten, eine Grippe sollte hingegen ordentlich auskuriert werden. Ruhe und Erholung sind im Zweifel die beste Medizin, denn wenn das Herz entzündet ist, muss es entlastet werden. Ganz wichtig: Medikamente immer nach Arztempfehlung und Packungsanleitung anwenden und nicht vorschnell absetzen. Wer trotz Erkältung nicht mit dem Training aussetzen möchte, sollte sich unbedingt durchchecken lassen.

 

 

 

 



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