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09.06.2009 Schonendere Behandlung von Leber-Metastasen
Leber-Metastasen sind Tumorabsiedelungen in der Leber. Sie sind ein häufiges Problem vor allem bei Darmkrebs, aber auch bei anderen Krebsarten und können durch eine Operation oder Chemotherapie behandelt werden. Die operative Entfernung von Leber-Metastasen ist medizinischer Standard, allerdings nicht immer möglich. Dann kommen Verfahren wie die LITT und die Radiofrequenzablation zum Einsatz. Bei beiden Methoden wird durch eine Sonde Hitze in den Körper eingeführt, die Metastase punktiert und solange Hitze zugeführt bis die Geschwulst zerstört ist. Bei der Radiofrequenzablation wird die Hitze mittels Hochfrequenzstrom, bei der laserinduzierten Thermotherapie durch Laserlicht erzeugt. Im Vergleich zu einer Operation haben LITT und die Radiofrequenzablation 2 entscheidende Vorteile: Sie sind minimal-invasiv und dadurch für den Patienten weniger belastend und nahezu schmerzfrei. Andererseits kann eine Behandlung ambulant stattfinden. Welches der beiden Verfahren, die sich nur in technischen Details unterscheiden, eingesetzt wird, hängt u.a. von der Anzahl und der Größe der Metastasen ab. Immunstimulation durch HitzeFür die Studie der Universitätskliniken Frankfurt und Erlangen wurden ausgewählte Darmkrebspatienten mit Lebermetastasen mittels LITT behandelt. Dadurch wurde bei den Behandelten eine vermehrte Bildung von Immunzellen - so genannten T-Zellen - ausgelöst, d. h., das Immunsystem wurde in Folge der Behandlung aktiviert. 94% der LITT-Patienten waren ein Jahr nach Behandlungsbeginn noch am Leben. Zum Vergleich: Nach einer operativen Entfernung der Metastasen leben in der Regel ein Jahr nach der Operation noch 93 bis 94% der Erkrankten. Die Laser-induzierte Thermotherapie ist also bei geeigneter Größe und Lage der Metastasen ähnlich erfolgreich wie eine operative Entfernung. Der entscheidende Faktor für die Stimulation des Immunsystems ist nach Angaben der Wissenschaftler die durch LITT zugeführte Hitze. Möglicherweise führt deshalb auch die Radiofrequenzablation zu einer Stimulation des Immunsystems und dadurch zu höheren Überlebenschancen. Denn ein aktiveres Immunsystem kann Krebszellen besser erkennen und bekämpfen.
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