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25.06.2009 Diabetes kann Ursache für Magen-Darm-Beschwerden sein Menschen mit Diabetes haben häufiger Magen-Darm-Probleme als Gesunde. Ursache ist oft eine „autonome Neuropathie" - eine Störung des Nervensystems, verursacht durch den Diabetes. Magen-Darm-Probleme sollten behandelt werden, wenn sie belasten und länger als 4 Wochen auftreten. Für Menschen mit Diabetes ist dies besonders wichtig, so die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG): Die Störungen mindern nicht nur die Lebensqualität der Erkrankten, sondern können auch dazu führen, dass sich der Blutzucker schlecht einstellen lässt. Funktionsstörungen des Magen-Darm-Traktes als Folge des Diabetes mellitus können in sämtlichen Bereichen auftreten. Typisch sind zum Beispiel Beweglichkeitsstörungen der Speiseröhre, die Schluckstörungen und Sodbrennen verursachen können. Auch Übelkeit, Bauchschmerzen oder Blähungen sind mögliche Folgen einer Neuropathie, wenn diese die Magenentleerung verlangsamt oder beschleunigt. Zudem leiden Menschen mit Diabetes gehäuft unter Verstopfungen und wiederkehrenden, oft nachts auftretenden Durchfällen. Treten bei Diabetes-Patienten gastrointestinale Probleme auf, müssen zunächst organische Ursachen abgeklärt werden (Der Diabetologe 2008, 8: Seite 619). Bei Menschen mit Diabetes ist außerdem zu beachten, dass ein erhöhter Blutzuckerspiegel ebenfalls die Verdauungsfunktionen beeinträchtigen kann. Funktionsdiagnostische Methoden - beispielsweise ein spezieller Atemtest bei einer Störung der Magenentleerung - können auf eine Neuropathie als Ursache hinweisen. Wichtig ist die Ursachenforschung bei Magen-Darm-Erkrankungen, um die geeignete Therapie zu finden. Ist die Neuropathie die Ursache, führt häufig eine verbesserte Einstellung der Blutzuckerwerte zu weniger Beschwerden. Allerdings ist eine gute Blutzuckereinstellung bei solchen Patienten besonders schwierig zu erreichen, weil die gastrointestinalen Störungen selbst die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung und damit den Blutzuckerspiegel beeinflussen.
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