
News
|
23.07.2009 Jeder Zweite hat erhöhtes Diabetes-Risiko Eine Auswertung der Gesundheitsdaten männlicher Teilnehmer an einem Gesundheits-Vorsorgeprogramm hat ergeben, dass jeder 2. Teilnehmer ein erhöhtes Risiko hat, in den nächsten Jahren an einem Diabetes Typ 2 zu erkranken (Diabetologie und Stoffwechsel 2008, Heft 3: Seite 353). Rechtzeitige Ernährungsumstellung und die Kontrolle des Körpergewichts können der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) zufolge einen Diabetes in diesem Stadium noch verhindern. Die Experten raten allen Erwachsenen an entsprechenden Programmen teilzunehmen, auch wenn sie Sport treiben und sich gesund fühlen. An der Untersuchung beteiligten sich rund 1.600 leitende Angestellte verschiedener Konzerne an einem freiwilligen, medizinischen Präventionsprogramm. Diese attestierten sich vorab einen überwiegend guten Gesundheitszustand. Zwar waren 60% übergewichtig, doch die meisten trieben aktiv Sport, jeder 4. sogar mehrmals in der Woche. Ernsthafte gesundheitlich Probleme oder Krankheiten lagen nur bei wenigen Teilnehmern vor. Die häufigste Gesundheitsstörung war ein Bluthochdruck. Die Resultate der Untersuchungen ergeben dagegen ein ganz anderes Bild: Jeder 2. Teilnehmer hatte einen erhöhten Blutdruck, jeder 3. erhöhte Fettwerte. Bei 8% war die Konzentration des „guten" HDL-Cholesterins im Blut vermindert. Außerdem hatten 18% der Teilnehmer einen erhöhten Blutzucker. Insgesamt wies somit jeder 2. Teilnehmer ein oder 2 Risikofaktoren des Metabolischen Syndroms auf. Ein Metabolisches Syndrom liegt nach Definition von der Internationalen Diabetes Federation (IDF) vor, wenn zu bauchbetontem Übergewicht noch 2 weitere Risikofaktoren wie erhöhter Blutzucker, Störungen des Fettstoffwechsels oder Bluthochdruck hinzukommen. Neu ist dabei die Grenze des Nüchtern-Blutzuckers. Sie wurde vom IDF von 110 Milligramm/Deziliter auf 100 Milligramm/Deziliter herabgesetzt. Diese niedrigere Grenze dient dazu, um das Risiko eines Metabolischen Syndroms frühzeitiger zu erkennen. Denn auch diese neue Studie zeigt: Mit zunehmendem Alter und zunehmendem Body-Mass-Index der Teilnehmer steigt die Anzahl ihrer Risikofaktoren. Liegt bei ihnen ein Metabolisches Syndrom mit einem Blutzucker von 100 Milligramm/Deziliter oder höher vor, haben sie ein größeres Risiko, in den nächsten Jahren an einem manifesten Diabetes Typ 2 zu erkranken. Wird das Risiko rechtzeitig erkannt, ist es jedoch möglich, die chronische Stoffwechselerkrankung durch eine Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion zu verhindern. Der neue Grenzwert einer normalen Nüchtern-Glukose von unter 100 Milligramm/Deziliter wird deshalb auch von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft empfohlen.
Weitere Meldungen zum Thema:
|
Im Fokus
Grippe-Impfung
Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten. |
Was kann bei Reizmagen tun?
Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend... |
Dem Diabetischen Fuß vorbeugen
Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag... |
Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung
|
Den Blutdruck korrekt messen
|
Wie man Diabetes verhindern kann
|
Was Sie über Grippe wissen sollten
|
Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen
Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken... |
Schilddrüsen-Check
|
Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt
|

Eine Auswertung der Gesundheitsdaten männlicher Teilnehmer an einem Gesundheits-Vorsorgeprogramm hat ergeben, dass jeder 2. Teilnehmer ein erhöhtes Risiko hat, in den nächsten Jahren an einem Diabetes Typ 2 zu erkranken (Diabetologie und Stoffwechsel 2008, Heft 3: Seite 353). Rechtzeitige Ernährungsumstellung und die Kontrolle des Körpergewichts können der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) zufolge einen Diabetes in diesem Stadium noch verhindern. Die Experten raten allen Erwachsenen an entsprechenden Programmen teilzunehmen, auch wenn sie Sport treiben und sich gesund fühlen. 




Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...
Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...
Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...
Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...
Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...
Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...