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13.08.2009

Hoher Blutdruck durch wenig Schlaf?

Epidemiologische Studien weisen auf einen Zusammenhang hin zwischen subjektiv kurzem Schlaf und hohem Blutdruck. Forscher um K. L. Knutson verglichen daher die objektiv gemessene Schlafdauer mit den Blutdruckwerten bei Probanden im mittleren Alter. Die Studie ergab, dass bei den untersuchten Personen mittleren Alters ein zu kurzer oder leichter Schlaf mit höheren Blutdruckwerten einhergehen kann.

Ausgewählt wurden 578 US-Amerikaner, Teilnehmer der CARDIA-Kohorten-Studie (Coronary Artery Risk Development in Young Adults). Sie waren zu Beginn zwischen 33 und 45 Jahre alt und nahmen keine Medikamente gegen Bluthochdruck ein. Der Blutdruck der Probanden wurde 2000 und 2001 sowie 2005 und 2006 gemessen, ihre Schlafdauer 2 Mal zwischen 2003 und 2005 mithilfe eines Messgeräts am Handgelenk („actigraph") an 3 aufeinander folgenden Tagen ermittelt.

Die Teilnehmer schliefen durchschnittlich 6 Stunden pro Nacht und waren nach dem Einschlafen schätzungsweise 11 % der Zeit wach. Im Querschnittsvergleich führte ein kürzerer und leichterer Schlaf zu deutlich höheren systolischen und diastolischen Blutdruckwerten - unabhängig von Alter, Rasse und Geschlecht. Auch über die 5 Jahre verschlechterten sich die Blutdruckwerte sowohl bei kürzerem als auch bei leichterem Schlaf.

Die Auswertung ergab, dass eine kurze Schlafdauer mit einer höheren Wahrscheinlichkeit mit Bluthochdruck-Ereignissen assoziiert war - nicht aber leichterer Schlaf. Jede Stunde Schlafverkürzung ging einher mit einer um 37 % höheren Wahrscheinlichkeit von Hypertonie-Ereignissen. Schnarchen erhöhte die Wahrscheinlichkeit von Bluthochdruck-Ereignissen bei Frauen, aber nicht bei Männern.

Quelle: Deutsche Medizinische Wochenschrift

 

 

 

 



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