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14.08.2009 Auf Langstreckenflügen steigt das Risiko einer Beinvenenthrombose Aufgrund der stark eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten im Flugzeug oder auch im Zug oder Auto besteht bei längeren Reisen ein erhöhtes Risiko, dass ein Blutgerinnsel entsteht. „Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt, dass sich das Risiko einer Thrombose der tiefen Beinvenen bei längerem Sitzen in einem Verkehrsmittel nahezu verdreifacht. Pro 2 Stunden Flugzeit erhöht sich das Thromboserisiko zum Beispiel um 26%. Bei Personen, die ohnehin eine erhöhte Gefährdung gegenüber einer Thrombose haben, wie ältere Menschen oder Schwangere, kann daher ein gerinnungshemmendes Medikament sinnvoll sein", rät Dr. Wolfgang Wesiack, Vorsitzendes des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Er verweist dabei auf eine Studie von Forschern um Divay Chandra von der Harvard Universität. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine veröffentlicht. Die US-amerikanischen Wissenschaftler werteten 14 Studien aus westlichen Ländern aus, die sich mit dem Thromboserisiko beim Sitzen in Verkehrsmitteln befassten. Insgesamt wurden 4055 Fälle einer Thrombose der tiefen Beinvenen (VTE) erfasst. „Für längere Reisen ergab sich dabei ein relatives Risiko für eine Thrombose der tiefen Beinvenen von 2,8. Bei Reisen mit Bahn, Bus oder Auto erhöhte sich das Risiko einer Thrombose im Mittel um 18%, bei Flügen um 26%. Allerdings unterlagen diese Werte bei den verschiedenen zugrunde liegenden Studien großen Schwankungen", berichtet Dr. Wesiack. „Mit einer Sterblichkeit von 11% im Verlauf von 28 Tagen ist eine Thrombose der tiefen Beinvenen sehr gefährlich, so dass bei gefährdeten Personen präventive Maßnahmen in Betracht gezogen werden müssen." Hinsichtlich der Vorsorge beispielsweise bei längeren Flügen sollte man zwischen Menschen mit einem erhöhten Thromboserisiko und gesunden Personen unterscheiden. „Das absolute Risiko für gesunde Menschen, bei einem längeren Flug eine Thrombose der tiefen Beinvenen zu erleiden, liegt bei einem Fall bei 4600 Flügen. Für Gesunde ist es daher ausreichend, bei der Reise auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit zu achten und regelmäßig einige Schritt im Gang oder - im Falle einer Autofahrt - an einer Raststätte zu gehen", empfiehlt Dr. Wesiack. „Menschen mit erhöhtem Thromboserisiko, wie ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit bekannter Neigung zu Thrombosen oder Vorerkrankungen der Venen, sollten jedoch mit ihrem Arzt besprechen, ob gerinnungshemmende Medikamente verabreicht werden sollten."
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