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17.08.2009

Bei chronischer Herzschwäche nicht übertrieben schonen

Patienten mit einer chronischen Herzschwäche sollten sich regelmäßig bewegen und nicht, mit der Absicht, ihr Herz zu schonen, jegliche körperliche Betätigung vermeiden. „Regelmäßige Bewegung erweitert die Blutgefäße, erleichtert die Durchblutung und entlastet dadurch das Herz. Am besten geeignet sind für Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz Ausdauersportarten wie Gehen, Walken oder Fahrradfahren, jedoch nicht Schwimmen, da der Wasserdruck oftmals den Blutdruck steigen lässt", rät Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). „Bevor sich Patienten mit einer Herzinsuffizienz sportlich betätigen, muss die individuelle Belastbarkeit in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt werden." Gesundheitsfördernd ist Sport nur, wenn die Herzschwäche stabil ist. Das bedeutet, dass die Betroffenen nicht unter Atemnot oder Wassereinlagerungen in der Lunge leiden dürfen. „Bei einer Herzinsuffizenz sollte man nicht zu lange am Stück trainieren, lieber zum Beispiel 3 Mal in der Woche jeweils 30 oder 45 Minuten. Dabei ist es wichtig, den Puls im Auge zu behalten. Die Pulshöhe muss individuell nach einem vorher durchzuführendem Belastungstest, wie zum Beispiel einem Belastungs-EKG festgelegt werden", empfiehlt Dr. Smetak.

Vermeiden sollten Menschen mit einer Herzinsuffizienz hingegen alles, was zu einer Zunahme des Blutvolumens führt. „So ist es sinnvoll, dass Betroffene sich kochsalzarm ernähren. Mit der Verwendung von Kräutersalz lässt sich die Zufuhr von reinem Kochsalz etwas verringern, doch oftmals lassen sich Speisen auch ganz ohne Salz, sondern allein mit Kräutern und Gewürzen verfeinern", erklärt Dr. Smetak. „Im Gegensatz zur allgemeinen Empfehlung, viel zu trinken, sollten insbesondere ältere Menschen mit einer Herzschwäche darauf achten, nicht mehr als 1,5 Liter am Tag zu trinken. Viel zugeführte Flüssigkeit erhöht das Blutvolumen deutlich und bewirkt dadurch eine zusätzliche Belastung des Herzens."

 


 

 



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