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28.08.2009 Viel Obst und Gemüse, wenig Salz, helfen Nierensteine zu verhindern Die Ernährung hat einen wichtigen Einfluss auf die Entstehung von Nierensteinen. „Eine aktuelle Studie zeigt dass das Risiko, Nierensteine zu bekommen, durch gesunde Nahrung um fast die Hälfte reduziert werden kann. Einen großen Beitrag leisten dabei eine an Obst und Gemüse reiche Kost, viel Vollkornprodukte sowie der Verzehr von wenig Salz und wenig rotem Fleisch. Die Ergebnisse stellen ein weiteren Grund dar, sich gesund zu ernähren", empfiehlt Prof. Uwe Heemann vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Er verweist dabei auf eine Studie von Forschern um Eric Taylor von der Harvard University. Die Untersuchung wurde im Journal of the American Society Nephrology (JASN) veröffentlicht. Die US-amerikanischen Wissenschaftler sammelten dafür Daten aus 3 verschiedenen klinischen Studien. In einer Studie wurden 45 821 Männer über einen Zeitraum von 18 Jahren beobachtet, in 2 weiteren 94 108 ältere Frauen über 18 Jahre sowie 101 837 jüngere Frauen über 14 Jahre. „Die Forscher bewerteten die Ernährung der Studienteilnehmer, indem sie folgende 8 Komponenten berücksichtigten: einerseits eine hohe Zufuhr von Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, fettarmen Milchprodukten, Vollkornprodukten und andererseits eine geringe Zufuhr von Natrium, rotem und industriell verarbeitetem Fleisch sowie gesüßten Getränken", erläutert Prof. Heemann, der die Abteilung für Nephrologie am Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München leitet. „Diejenigen 20% der Studienteilnehmer mit der besten Ernährungsbewertung hatten ein deutlich geringeres Risiko, Nierensteine zu entwickeln als die Teilnehmer mit der niedrigsten Bewertung. Bei den Männern reduzierte sich das Risiko auf 55%, bei den älteren Frauen auf 58% und bei den jüngeren Frauen auf 60%", berichtet der BDI-Experte. „Insgesamt wurden 5645 Nierensteine festgestellt. Die Teilnehmer mit der besten Ernährungsbewertung nahmen verglichen mit dem Durchschnitt größere Mengen Kalium, Magnesium, Oxalat und Vitamin C sowie eine geringere Natriummenge zu sich." Die Minimierung des Risikos, einen Nierenstein zu bekommen, war in der Untersuchung unabhängig von Alter, Body-Mass-Index (BMI), Bluthochdruck, Diabetes, der Einnahme von entwässernden Medikamenten sowie der Kalorienaufnahme, der Flüssigkeitszufuhr und des Konsums von Koffein und Alkohol. Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass eine Vielzahl von Ernährungsfaktoren die Entstehung von Nierensteinen aus Kalziumoxalat, dem häufigsten Nierensteintyp, beeinflusst. „In der aktuellen Studie wurde jedoch die Ernährung insgesamt mit dem Risiko der Entstehung eines Nierensteins in Beziehung gesetzt. Gleichzeitig konnten Geschlechtsunterschiede bei der Gefährdung durch bestimmte Nahrungsbestandteile festegestellt werden. So erhöhte der Verzehr von tierischem Eiweiß bei Männern die Wahrscheinlichkeit einer Bildung von Nierensteinen, nicht jedoch bei Frauen", erklärt Prof. Heemann. „In jedem Fall ist eine gesunde Ernährung eine sehr gute Voraussetzung, um die Entstehung eines Nierensteins zu verhindern."
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