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07.09.2009 Ausdauertraining an der frischen Luft vermindert Wetterfühligkeit Der Sommer dieses Jahres bringt erhebliche Temperaturschwankungen mit sich. Regelmäßiges Training des Herz-Kreislauf-Systems kann wetterfühligen Menschen helfen, ihre Beschwerden bei einem Wetterumschwung zu verringern. „Personen, die auf schnelle Wetteränderungen mit Kopfschmerzen oder starker Müdigkeit reagieren, sollten sich möglichst bei jedem Wetter über die Woche verteilt etwa 3 Stunden an der frischen Luft sportlich betätigen. Gut geeignet sind dabei wandern, joggen, Fahrrad fahren oder spazieren gehen", empfiehlt Dr. Wolfgang Wesiack, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Dem Körper machen schnelle Wechsel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit am meisten zu schaffen. Um die Körpertemperatur konstant zu halten, verändern sich beispielsweise der Blutdruck, der Pulsschlag und der Durchmesser der Blutgefäße. „Diese Thermoregulation lässt sich trainieren, indem man die Bekleidung so wählt, dass man sich leicht kühl fühlt, aber nicht friert. Kneippsche Anwendungen verstärken diesen positiven Effekt", rät Dr. Wesiack. Rhythmisierte Lebensabläufe helfen ebenfalls, die Wetterfühligkeit zu verringern. So wird über das Tageslicht die Ausschüttung wichtiger Hormone gesteuert. „Regelmäßiger Schlaf ist daher besonders wichtig, am besten sind 7 bis 8 Stunden Schlaf ab etwa 23 Uhr. Vor dem Schlafengehen sollte der Körper zudem nicht aufgeheizt sein, das heißt, man sollte nicht zu spät am Abend baden oder in die Sauna gehen", empfiehlt der BDI-Experte. Einen positiven Effekt haben auch regelmäßige gesunde Mahlzeiten, am besten zur jeweils gleichen Zeit sowie ein etwa 30-minütiger Mittagsschlaf." Bei Menschen mit einer Vorerkrankung können bestimmte Wetterlagen die Symptome verstärken. „Gefährlich können Wetterwechsel für Herzpatienten sein. Bei einer raschen Absenkung der Temperatur steigt die Gefahr für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Menschen mit einer Herzerkrankung sollten sich bei schnell sinkenden Temperaturen in warme, beheizte Räume zurückziehen", erklärt Dr. Wesiack. „Bei an Rheuma Erkrankten verstärken Kälte und Feuchtigkeit die Symptome, auch wenn der Krankheitsverlauf nicht beeinflusst wird. In einigen Fällen kann daher ein Aufenthalt in wärmeren Klimazonen sinnvoll sein."
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