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11.09.2009 Wenig bekannter Cholesterintyp könnte Herzinfarkt-Risiko erhöhen Hohe Werte an Gesamtcholesterin sowie des „schlechten" LDL-Cholesterins können bekanntermaßen das Risiko eines Herzinfarktes erhöhen. „Eine aktuelle Studie liefert Hinweise darauf, dass eine weitere Form des Cholesterins, das so genannte Oxycholesterin, weitaus gefährlicher sein könnte. Dieser bislang wenig bekannte Cholesterintyp ist vor allem in Fast Food enthalten oder Fertigprodukten in Form von gehärteten Fetten zugesetzt", berichtet Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). Die Studie von Forschern um Zhen-Yu Chen von der chinesischen Universität Hong Kong wurde auf dem 238. Kongress der American Chemical Society vorgestellt. Die chinesischen Forscher beobachteten den Effekt einer Oxycholesterin-reichen Nahrung auf Hamster, die in diesem Forschungsbereich als Modell des menschlichen Organismus dienen. „Bei den Tieren, die Oxycholesterin-haltige Nahrung verabreicht bekamen, stieg der Cholesteringehalt um 22% stärker als bei Tieren, die nicht oxidierte Formen von Cholesterin aufnahmen. Zudem bildeten sich bei der Oxycholesterin-Gruppe größere Cholesterin-Ablagerungen in den Arterien. Diese so genannten atherosklerotischen Plaques erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall", erklärt Dr. Smetak. Oxycholesterin entsteht, wenn Fette mit Sauerstoff reagieren. „Diese so genannte Oxidation findet statt, wenn fetthaltige Nahrungsmittel erhitzt werden, wie etwa beim Braten von Hähnchen und Burgern. Darüber hinaus wird Oxycholesterin in der Form gehärteter Fette vielen Fertigprodukten wie zum Beispiel Backwaren oder Schokolade zugesetzt, um deren Konsistenz, Geschmack oder Haltbarkeit zu verbessern", erläutert der BNK-Vorsitzende. „Dies ist ein weiterer Grund, sich weniger von Fast Food und Fertigprodukten zu ernähren, sondern verstärkt zu frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Nüssen zu greifen. Ob cholesterinsenkende Medikamente, so genannte Statine, Oxycholesterin beeinflussen können, ist bislang unklar." Weitere Meldungen zum Thema:
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