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28.09.2009

Grippe-Impfung bei med. Personal schützt Ältere und chronisch Kranke

Weniger als ein Viertel der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen lässt sich einer Umfrage zufolge gegen Grippe impfen. „Für Mitarbeiter in Krankenhäusern, Altenheimen oder Arztpraxen besteht nicht nur ein erhöhtes Risiko, selbst an der Virusgrippe zu erkranken, sondern auch Patienten dieser Einrichtungen durch eine Ansteckung zu gefährden. Für eine wirksame Verringerung der Influenzaausbreitung und damit auch der Anzahl von Infektionen bei älteren und chronisch kranken Menschen mit einem geschwächten Immunsystem müssen mindestens 50% der Beschäftigten geimpft sein, am besten jedoch möglichst alle", empfiehlt Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Bei Personen mit bestimmten Grundleiden und älteren Menschen kommt es bei einer Influenza-Infektion häufiger zu Komplikationen wie bakteriellen Lungenentzündungen, die tödlich enden können. „Daher sollten sich Menschen über 60 Jahre sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Krankheiten der Atmungsorgane, inklusive Asthma und COPD, chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, multipler Sklerose sowie angeborenen oder erworbener Immundefekten jedes Jahr impfen lassen", rät Prof. Löscher.

Je mehr Kontakt eine Person mit anderen Menschen hat, desto wirksamer ist eine Impfung dieser Person bei der Eindämmung einer Grippe-Welle. „So ist auch die Impfung von gesunden Menschen, die beruflich Umgang mit vielen Menschen haben, wie etwa Kunden oder Arbeitskollegen, ein wichtiger Beitrag zum Schutz von gefährdeten Personen. Da Kinder besonders häufig Überträger von Influenzaviren sind, wird in den USA eine jährliche Impfung für alle Kinder ab dem 6. Lebensmonat sowie für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr empfohlen. Auch wenn dies in Deutschland derzeit nicht generell empfohlen wird, kann die Impfung von Kindern dazu beitragen, die Verbreitung der Grippe einzugrenzen", erklärt der BDI-Experte.

 


 

 



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