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02.10.2009 Spätes Essen begünstigt Übergewicht Die Regulation des Körpergewichtes wird offenbar in höherem Maß vom Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme beeinflusst als bisher vermutet. „Eine aktuelle Studie belegt, dass Mahlzeiten zur Schlafzeit zu einer wesentlich stärkeren Gewichtszunahme führen als Nahrungsaufnahme zur Wachzeit. Menschen, die ihr Gewicht konstant halten oder abnehmen wollen, sollten demnach früh zu Abend essen und nächtliche Snacks vermeiden", rät Prof. Richard Raedsch vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Er verweist dabei auf eine Studie von Forschern um Deanna Arble von der Northwestern University in Illinois, USA. Die Arbeit ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Obesity erschienen. Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme bei Mäusen auswirkt. Dazu unterteilten sie die nachtaktiven Tiere in 2 Gruppen. Eine Gruppe erhielt ihr Futter, wie gewohnt nachts, während die zweite Gruppe die Nahrung, entgegen dem natürlichen Rhythmus, unter Tags bekam. „Über einen Beobachtungszeitraum von 6 Wochen nahmen die Tiere, die entgegen ihrem natürlichen Wachrhythmus gefüttert worden waren, etwa doppelt so schnell zu wie ihre Artgenossen, die ihr Futter nachts bekommen hatten", berichtet Prof. Raedsch. „Die Kalorienaufnahme insgesamt und die Aktivität der beiden Gruppen waren dabei ähnlich." Um abzunehmen ist es also nicht nur wichtig, weniger zu essen und sich mehr zu bewegen, sondern die Mahlzeiten auch zur richtigen Zeit einzunehmen. „Auch Studien beim Menschen mit Personen, die nicht frühstücken oder bevorzugt nachts essen, haben bereits Hinweise darauf gegeben, dass der so genannte zirkadiane Rhythmus einen großen Einfluss auf das Gleichgewicht von Kalorienzufuhr und Energieverbrauch hat", erklärt der BDI-Experte. „Eine Anpassung des Zeitpunktes der Mahlzeiten ohne allzu große Veränderung in der Kalorienzufuhr könnte daher bei einigen Menschen bereits die Verringerung des Körpergewichts erleichtern und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten." Weitere Meldungen zum Thema:
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