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05.10.2009 Wohldosierte Kälte und ausreichend Schlaf stärken das Immunsystem
Menschen, die zu wenig Schlaf bekommen, sind anfälliger für Bakterien- und Virusinfektionen. "Es ist zwar individuell verschieden, wie viel Schlaf man benötigt, wichtig ist es jedoch, alle Tiefschlafphasen zu durchlaufen um einen Erholungseffekt zu erreichen. Am besten sind für die meisten Menschen 7 bis 8 Stunden Schlaf", empfiehlt Dr. Wesiack. "Nach einer kurzen Nacht sollte man zur Regeneration ein paar ruhigere Tage einplanen." Auch die Psyche hat einen sehr großen Einfluss auf das Immunsystem. „So kann positiver Stress, wie etwa beim Sport, dem Ausüben eines Hobbys oder des Erlernen neuer Fähigkeiten das Immunsystem stimulieren. Lang anhaltende seelische Belastung hingegen schwächt die Abwehrkräfte", erklärt der BDI-Vorsitzende. Ein Gefühl der Geborgenheit in der Umwelt sowie ein ausgeglichenes Gefühlleben stabilisieren das Immunsystem. „So können Meditation, autogenes Training und Yoga die Zahl der Antikörper erheblich steigern." Eine ausgewogene und vielseitige Ernährung liefert dem Immunsystem die Bausteine, um eine wirkungsvolle Abwehr aufbauen zu können. „Viel Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Fisch versorgen den Organismus am besten mit gesunden Nährstoffen. Bei Obst und Gemüse sollte man darauf achten, den Speiseplan möglichst bunt zu gestalten, da die in grünen, orangegelben und blauen Früchten enthaltenen Farbstoffe verschiedene positive Effekte auf die Gesundheit haben", erläutert Dr. Wesiack. Nicht zuletzt aktiviert Sport die Immunabwehr. „Durch regelmäßige Bewegung wird beispielsweise gewährleistet, dass Fremdstoffe über die Lymphe in die Lymphknoten transportiert werden, wo sich die Abwehrzellen auf einen möglichen Erreger einstellen können. Um das Immunsystem zu unterstützen, sind insbesondere Ausdauersportarten wie Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen geeignet. Drei Trainingseinheiten von 30 Minuten haben bereits einen deutlichen positiven Effekt", empfiehlt der BDI-Experte. „Übertreiben sollte man es allerdings als Sportanfänger nicht, denn völlige Verausgabung bewirkt eine Schwächung des Immunsystems."
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Zwar können niedrige Temperaturen, wie sie im herannahenden Herbst bevorstehen, das Immunsystem schwächen und damit Schnupfen und andere Infekte begünstigen. „Jedoch sollte man sich nicht zu warm anziehen und nicht nur heiß duschen, da dies den Körper noch empfindlicher gegenüber niedrigen Temperaturen macht. Stattdessen können regelmäßige kalte Güsse und kalte Waschungen des Oberkörpers zum Beispiel 2- bis 3-mal in der Woche bereits im Spätsommer die Immunabwehr für den Herbst stärken", rät Dr. Wolfgang Wesiack, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). „Saunabesuche einmal in der Woche oder regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft haben einen ähnlichen Trainingseffekt." 

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