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19.10.2009

Anhaltende Herzrhythmusstörungen vom Arzt abklären lassen

Herzrasen oder Unregelmäßigkeiten im Herzschlag treten bei vielen Menschen gelegentlich auf. Viele Arten dieser Herzrhythmusstörungen sind harmlos und legen sich meist von selbst. „Treten die Beschwerden jedoch über mehrere Tage hinweg immer wieder auf, können sie auch auf eine akute Herzerkrankung hindeuten. Daher sollte man in diesem Fall einen Herzspezialisten aufsuchen und ihm die Symptome genau schildern", rät Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). „Eine mögliche Herzerkrankung kann mit Hilfe eines Ruhe- oder Langzeit-EKG und einer Ultraschalluntersuchung des Herzens diagnostiziert werden."

Je nach Art der Herzrhythmusstörung können bei den Betroffenen verschiedene Symptome auftreten. „Sehr häufig kommt es zu einem Herzklopfen, -rasen oder -stolpern, der Pulsschlag wird dabei oftmals unregelmäßig. Schwindel und Erschöpfbarkeit sind Anzeichen einer unzureichenden Pumpfunktion des Herzens", erklärt Dr. Smetak. Oftmals besteht ein Unterschied zwischen der Einschätzung der Störung durch den Arzt und der Beeinträchtigung des Patienten. So können manche Menschen durch vereinzelt wiederkehrende harmlose Extraschläge des Herzens in ihrem Befinden stark beeinträchtigt sein, während andere Personen minutenlange, gefährliche Herzrhythmusstörungen kaum wahrnehmen.

Die möglichen Ursachen für die Beschwerden sind vielfältig. „So liegen die Ursachen nicht selten in Stress, starken körperlichen und psychischen Belastungen oder psychosomatischen Störungen. Der Konsum von Kaffee, Tee, Alkohol oder Nikotin kann ebenfalls Herzrhythmusstörungen auslösen. Ein Verzicht auf diese Genussmittel verbessert die Beschwerden in vielen Fällen", empfiehlt Dr. Smetak. Darüber hinaus können einer Herzrhythmusstörung Entzündungen des Herzmuskels oder ein Herzklappenfehler zugrunde liegen. Andere mögliche Gründe sind angeborene oder altersbedingte Fehler des Reizbildungs- und Weiterleitungssystems des Herzens sowie eine Überfunktion der Schilddrüse."

Viele Herzrhythmusstörungen bedürfen keiner Behandlung, weil sie ungefährlich sind und kaum Beschwerden verursachen. „Die Mehrzahl behandlungsbedürftiger Herzrhythmusstörungen lassen sich durch Medikamente in den Griff bekommen. Dabei ist es von der Art der Rhythmusstörung abhängig, ob eine kurzzeitige oder dauerhafte Therapie notwendig ist", erklärt Dr. Smetak.

 


 

 



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