Rheumatologen im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


18.11.2009

Risiko für künstliches Knie- oder Hüftgelenk besser bestimmbar

Mit einem einfachen Bluttest kann das Risiko, im weiteren Verlauf des Lebens an einer Knie- und Hüftgelenkarthrose (Gelenkverschleiß) zu erkranken, bestimmt werden. Der Schlüssel zur Risikoeinschätzung ist ein Eiweiß namens VCAM-1, das eigentlich mit Gefäßverkalkung (Atherosklerose) in Zusammenhang steht. „Patienten mit hohem VCAM1-Spiegel erkranken unabhängig von Alter und Körpergewicht vier- bis fünfmal häufiger an einer Knie- und Hüftgelenkarthrose als Patienten mit einem niedrigen VCAM1-Spiegel“, erläutert Studienleiter Prof. Dr. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 am Universitätsklinikum Erlangen.

In der Studie (Arthritis & Rheumatism 2009, Band 60(8), Seite 2381-2389. Zusammenfassung/abstract: http://www3.interscience.wiley.com/journal/122526297/abstract?CRETRY=1&SRETRY=0 ) wurden 912 Südtiroler über einen Zeitraum von 15 Jahren beobachtet. Im Mittelpunkt standen Herz-Kreislauferkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems und des Muskel- und Skelettsystems. Den Studienteilnehmern wurde am Anfang der Studie Blut abgenommen, dann wurden sie alle fünf Jahre komplett untersucht. Bei 60 Patienten, die am Ende des Untersuchungszeitraums an einer Hüft- und Kniegelenkarthrose litten und einen orthopädischen Gelenkersatz benötigten, stellten die Forscher einen deutlich erhöhten Wert des Eiweißstoffes VCAM-1 fest. „VCAM-1 ist damit neben Lebensalter und Körpergewicht eines der wenigen Instrumente, die es ermöglichen, das Risiko einer Arthrose abschätzen zu können und zugleich der erste Labortest dafür. VCAM-1 kann vergleichsweise einfach in Blutlaboren bestimmt werden“, betont Prof. Schett.

Das Wissen um den eigenen VCAM-1-Wert hat Vorteile: Wer z.B. bereits übergewichtig ist und zudem einen hohen VCAM1-Wert aufweist, hat ein besonders hohes Erkrankungsrisiko, da sich die Faktoren Gewicht, VCAM1-Wert und auch Alter addieren. Gerade bei solchen Patienten bringt die Gewichtsreduktion einen deutlichen Vorteil.



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Vor Afrikareise Impfschutz überprüfen

Wer nach Afrika reisen will, sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen.

zum Artikel...

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...