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30.10.2009 Sehr hohe Zufuhr von Folsäure hat keinen Zusatznutzen In mehreren Studien wurde der Effekt von Folsäure zur Verhinderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen, dem Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit und neuronalen Defekten in der Embryonalentwicklung untersucht. „Eine US-amerikanische Studie zeigt jedoch, dass der menschliche Organismus bei einer sehr hohen Dosierung nicht mehr genügend Folsäure in die aktive Form umwandeln kann. Zwar ist insbesondere bei Schwangeren eine ausreichende Versorgung mit Folsäure sehr wichtig. Eine Dosierung von über 1 mg pro Tag kann vom Körper jedoch nicht mehr ausreichend verstoffwechselt werden und erscheint daher nicht sinnvoll", empfiehlt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Er bezieht sich dabei auf eine Studie von Steven Bailey und June Ayling von der University of South Alabama in Mobile, USA. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht. Folsäure, wie sie in Nahrungergänzungsmitteln oder Lebensmitteln wie Frühstückscerealien zugesetzt ist, kommt in der Natur nur in sehr geringen Mengen vor. Um ihre physiologische Wirksamkeit zu entfalten, muss die Folsäure vom Körper in so genanntes Tetrahydrofolat umgewandelt werden. Diese Reaktion wird durch das Enzym Dihydrofolat-Reduktase ermöglicht. „Bisher war man bei der Bemessung der Dosierung von Folsäure davon ausgegangen, dass diese Umwandlung mit einer Geschwindigkeit abläuft, wie sie in Studien mit Ratten ermittelt wurde. Die neue Untersuchung belegt aber, dass die die Reaktionsgeschwindigkeit beim Menschen nur etwa 2% des Wertes bei Ratten beträgt. Darüber unterscheidet sich die Geschwindigkeit des Umsatzes von Folsäure beim Menschen individuell wesentlich stärker", erklärt Dr. Wesiack. „Das bedeutet, dass ab einer bestimmten Höhe der Tageszufuhr von Folsäure die Menge an aktiver Folsäure, dem Tetrahydrofolat, nicht mehr erhöht wird." Die empfohlene Tageszufuhr von Folsäure liegt für Männer und Frauen bei 0,4 mg. „Bei den meisten Menschen kann diese Menge in die aktive Form ungewandelt werden. Ab einer Tagesdosis von 1 mg kann es jedoch aufgrund der begrenzten Geschwindigkeit der Umwandlung zu einer Anhäufung von nicht verstoffwechselter Folsäure kommen. Es gibt Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass größere Mengen dieser noch nicht umgesetzten Folsäure die Aktivität des Immunsystems herabsetzen und das Fortschreiten von Krebsvorstufen befördern könnten. Daher sollte die Einnahme von hochdosierten Folsäurepräparaten immer mit einem Arzt abgesprochen werden", rät der BDI-Experte.
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In mehreren Studien wurde der Effekt von Folsäure zur Verhinderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen, dem Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit und neuronalen Defekten in der Embryonalentwicklung untersucht. „Eine US-amerikanische Studie zeigt jedoch, dass der menschliche Organismus bei einer sehr hohen Dosierung nicht mehr genügend Folsäure in die aktive Form umwandeln kann. Zwar ist insbesondere bei Schwangeren eine ausreichende Versorgung mit Folsäure sehr wichtig. Eine Dosierung von über 1 mg pro Tag kann vom Körper jedoch nicht mehr ausreichend verstoffwechselt werden und erscheint daher nicht sinnvoll", empfiehlt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Er bezieht sich dabei auf eine Studie von Steven Bailey und June Ayling von der University of South Alabama in Mobile, USA. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht. 




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