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06.11.2009 Auch Konsum von wenig Alkohol schadet der Gesundheit Einige Studien belegen einen positiven Effekt von geringen Mengen Alkohol in Bezug auf koronare Herzerkrankungen. „Das Risiko für die große Mehrzahl aller Erkrankungen wird jedoch auch durch geringe Mengen Alkohol erhöht. Beispielsweise steigt die Gefahr eines Bluthochdrucks bei geringem Alkoholkonsum bereits um 40%. Schwedische Wissenschaftler belegen in einer aktuellen Studie, dass daher bereits geringe Mengen Alkohol in der Bevölkerung erhebliche Kosten innerhalb des Gesundheitssystems verursachen", berichtet Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Er bezieht sich dabei auf eine Studie von Forschern um Johan Jarl von der Universität Lund, Schweden. Die Arbeit ist in der Fachzeitschrift Cost Effectiveness and Resource Allocation erschienen. Geringer Konsum von Alkohol wurde in der Studie als eine Menge von weniger als 20g bei Frauen und weniger als 40g bei Männern definiert. Diese Werte werden auch in den meisten anderen epidemiologischen Untersuchungen verwendet. „Die Ergebnisse zeigen, dass der Nettoeffekt auch von geringen Mengen Alkohol negativ ausfällt. Das Risiko für die meisten Krankheiten, darunter viele Krebsarten, Hauterkrankungen und neuro-psychiatrische Erkrankungen steigt schon beim täglichen Konsum geringer Alkoholmengen", erklärt Dr. Wesiack. „Nach den Berechnungen der schwedischen Forscher verursacht der gemäßigte Konsum von Alkohol eine erhebliche Zahl zusätzlicher Krankheitsfälle und schlägt sich in deutlichen Mehrkosten im Gesundheitssystem nieder." Damit stehen die Resultate auch im Widerspruch zu Untersuchungen, nach denen Menschen, die geringe Mengen Alkohol konsumieren, mehr Geld verdienen, als Menschen, die keinen Alkohol trinken. „In diesem Zusammenhang wurde diskutiert, ob die protektive Wirkung von mäßigem Alkoholkonsum in Bezug auf koronare Herzerkrankungen diese Korrelation teilweise erklären könnte. Angesichts des deutlichen negativen Nettoeffektes geringer Alkoholmengen, insbesondere bei Menschen im Alter der Berufstätigkeit, muss ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen geringem Alkoholkonsum und Einkommen angezweifelt werden", erläutert der BDI-Experte. „Festzuhalten ist in jedem Fall: Unter dem Strich schadet auch der mäßige Konsum von Alkohol der Gesundheit."
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