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24.11.2009

Homöopathie: keine Effekte auf den Rattendarm im Laborversuch

Homöopathisch aufbereitetes Atropinsulfat hat keine nachweisbaren Effekte auf die Kontraktionsfähigkeit des Rattendarms. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die mit Fördermitteln der Karl und Veronica Carstens-Stiftung am Institut für Veterinär-Physiologie der FU Berlin durchgeführt wurde.

Professor Holger Martens und Dr. Christiane Siegling-Vlitakis konnten damit die aufsehenerregenden Ergebnisse einer Arbeitsgruppe aus dem Jahr 2004 nicht bestätigen. Seinerzeit konnte beobachtet werden, dass selbst homöopathische Hochpotenzen noch Effekte am isolierten Rattendarm auslösen.

In ihren Experimenten verwendeten die Berliner Forscher ein in der Tierphysiologie bekanntes Standardmodell, in dem verschiedene Segmente des Ileums (Dünndarm) von Ratten in eine Messvorrichtung gespannt und mit Acetylcholin stimuliert werden. Hierdurch kommt es zu einer Kontraktion des Darmes.

Die Hypothese der Forscher: die Stärke der induzierten Kontraktion verändert sich, wenn in die umgebende Nährlösung homöopathisch aufbereitetes Atropinsulfat gegeben wird. Atropinsulfat wird aus der Pflanze Atropa belladonna, der Tollkirsche, gewonnen; letztere ist ein in der Homöopathie weit verbreitetes Arzneimittel. Eine signifikante Veränderung der Reaktion des Rattendarms konnte im Vergleich zu den Kontrollen nicht festgestellt werden.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse nun in der Oktober-Ausgabe (Jg. 15 (10), 2009, DOI: 10.1089=acm.2008.0614) der Zeitschrift Journal of Alternative and Complementary Medicine.

Die Veröffentlichung soll dazu beitragen, die scharf und kontrovers geführte Diskussion in dieser Sache wieder auf eine sachliche, wissenschaftlich angemessene Ebene zu heben.

Hintergrund: Grundlagenforschung zur Homöopathie
Bis heute gibt es mehr als 1300 Experimente zur Homöopathie auf allen Gebieten der Grundlagenforschung. Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung hat alle Arbeiten in einer Datenbank dokumentiert: www.carstens-stiftung.de

 


 

 



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