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23.11.2009 Ausreichend trinken und wenig tierische Eiweiße schützen vor Nierensteinen Nierensteine sind Ablagerungen schwer löslicher Substanzen, die sich in der Niere anreichern. „Da im Urin nur eine begrenzte Menge an Salzen und anderen ausgeschiedenen Stoffwechselprodukten gelöst werden können, ist es dringend notwendig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, um Nierensteine zu vermeiden. Man sollte 1,5 bis 2 Liter am Tag trinken und auch vor dem Schlafengehen dem Körper noch Flüssigkeit zuführen", empfiehlt Prof. Uwe Heemann vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). „Gleichzeitig sollte man Salz nur sparsam verwenden." Nahrungsmittel, die Oxalsäure enthalten, sollten insbesondere bei einer bekannten Neigung zu Nierensteinen nur in begrenzten Mengen zugeführt werden. „Übermäßiger Konsum von Spinat, Rhabarber, Rote Beete, Kakao, Schokolade sowie schwarzer und grüner Tee begünstigt beispielsweise die Entstehung von Nierensteinen", erklärt Prof. Heemann. Oxalsäure reagiert mit Kalzium zu Kalziumoxalat, das sich dann in Kristallen im Nierengewebe ablagert. Kalziumoxalat-haltige Steine stellen eine der häufigsten Formen von Nierensteinen dar. Sehr proteinreiche Nahrung fördert die Bildung von Harnsäure, einem weiteren häufigen Bestandteil von Nierensteinen. „Fleisch und Wurst führen zu einer erhöhten Bildung von Harnsäure im Körper und sollten aus diesem Grund nur in Maßen verzehrt werden um der Entstehung von Nierensteinen vorzubeugen", rät der BDI-Experte. Patienten, die an Gicht leiden, haben aufgrund einer Störung des Harnsäurestoffwechsels ein erhöhtes Risiko, Nierensteine zu entwickeln. Man schätzt, dass 5 bis 10% aller Deutschen mindestens einmal im Leben an einem Nierenstein leiden. Ist bereits ein Nierenstein aufgetreten, beträgt das Risiko eines Rückfalls etwa 60%. Männer erkranken 3-mal häufiger als Frauen.
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