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06.01.2010

Wetterfühligkeit ist keine Einbildung

Viele Rheuma-Patienten sind davon überzeugt, dass ihre krankheitsbedingten Beschwerden (insbesondere Schmerzen) ihnen bei schlechtem Wetter besonders zu schaffen machen. Von dieser Wetterfühligkeit wird immer wieder berichtet, wissenschaftlich bewiesen war ihre Existenz aber bisher noch nicht. Jetzt sind Norwegische Wissenschaftler dem Phänomen genauer auf den Grund gegangen (siehe Arthritis & Rheumatism 2009, Band 61(9), Seite: 1243-1247). Dazu haben sie 36 Patienten mit Rheumatoider Arthritis für die Dauer von 84 Tagen nach dem Auftreten ihrer Beschwerden befragt und überprüft, ob diese in einem kausalen Zusammenhang zu den jeweiligen meteorologischen Daten der betreffenden Tage standen.

Das Ergebnis der Untersuchung: Wetterfühligkeit ist offenbar keine Einbildung. 44 Prozent der Studienteilnehmer erwiesen sich als deutlich wetterfühlig, nur 39 Prozent schienen vom Wetter völlig unbeeinflusst. Dabei unterschieden sich die jeweiligen meteorologischen Einflüsse, die bei den Wetterfühligen eine Schmerzreaktion hervorgerufen hatten, stark von Patient zu Patient. Zwar reagierten die meisten direkt auf das aktuelle Tageswetter, manchmal traten die typischen Schmerzen aber auch erst mit einer Verzögerung von bis zu drei Tagen nach einem Wetterumschwung auf. Einen grundsätzlicheren Zusammenhang der gesundheitlichen Beschwerden konnten die Wissenschaftler dagegen mit der Lichtmenge aufzeigen: Je weniger die Patienten sich im Sonnenlicht aufgehalten hatten, umso mehr Schmerzen gaben sie an.



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