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09.11.2010 Patienten mit rheumatoider Arthritis sollten Vitamin-D-Mangel vorbeugen
Jeder Vierte weist extremen Mangel auf Wie Krügers Studienergebnisse (die auch in anderen Untersuchungen bestätigt wurden) zeigen, weisen rund 70 Prozent der RA-Patienten einen Mangel an Vitamin D auf – das heißt nur knapp jeder dritte Rheumatiker ist ausreichend mit dem Vitamin versorgt. „Jeder Vierte weist sogar einen extremen Mangel mit Serumwerten unter 10 ng/ml auf“, berichtet Krüger. „Ein solches Defizit kann im Extremfall auf die Dauer sogar tödliche Folgen für die Betroffenen haben, da sich damit sowohl die Häufigkeit von Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen als auch die Gesamtsterberate verdoppelt. In früheren Studien ist bereits nachgewiesen worden, dass Vitamin D die Fließeigenschaften des Blutes positiv beeinflusst und so Venenverengungen oder -verschlüsse verhindern kann. Vitamin D wird außerdem benötigt zur Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und ist daher wichtig für eine Kräftigung sowohl der Knochen als auch der Muskeln. Ein chronischer schwerer Vitamin-D-Mangel erhöht daher das Risiko einer Knochenausdünnung (Osteoporose) oder Knochenweiche (Osteomalazie), während ein milder oder mäßiger Vitamin D-Mangel vor allem diffuse Schmerzen und andere nicht-spezifische rheumatische Beschwerden fördert.“ Weniger Schmerzen und mehr Lebensqualität Menschen mit chronischen Schmerzbeschwerden kommen mit deutlich weniger Schmerzmitteln aus, wenn ihr Vitamin D-Spiegel im Blut normale oder optimale Werte erreicht. „Durch eine gezielte Nahrungsergänzung mit Vitamin D können Patienten ihre Schmerzen lindern und ihre Lebensqualität deutlich verbessern“, betont Krüger. „Entscheidend für die Versorgung mit Vitamin D ist ein hinreichender Aufenthalt im Tageslicht und die Zufuhr von Vitamin D als Nahrungsergänzung - die Ernährung allein kann hingegen Defizite nicht beseitigen. Praktikabler als ausgedehnte Sonnenbäder ist gerade in den Wintermonaten eine Substitutionstherapie. Zu beachten ist allerdings die Einhaltung der vom Arzt verschriebenen Dosis, da eine massive Überdosierung von Vitamin D auch negative Auswirkungen haben kann.“ |
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Sehr viele Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) leiden unter einem Mangel an Vitamin D, womit sich das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Gelenkschmerzen erhöht. Betroffene sollten daher beim Arzt ihren Vitamin-D-Blutserumspiegel messen lassen und - falls nötig - einem bestehenden Mangel durch Nahrungsergänzung mit Vitamin D entgegenwirken. Das raten die Rheumatologen des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling. „Vitamin D wird zu 80 bis 90 Prozent mithilfe der UV-Strahlen der Sonne in der Haut gebildet – daher kann es gerade in den Wintermonaten zu einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel kommen“, erläutert Prof. Dr. Klaus Krüger vom wissenschaftlichen Beirat des BDRh und praktizierender Rheumatologe im Münchener Praxiszentrum St. Bonifatius, der eine eigene Studie zur Vitamin-D-Versorgung mit 89 seiner RA-Patienten durchgeführt hat. 

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