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18.12.2009 Zu viel Salz schadet dem Herz und den Blutgefäßen Der Konsum von reichlich Salz ist mit einem deutlich höheren Risiko eines Schlaganfalls oder einer Herz-Kreislauferkrankung verbunden. „Die WHO empfiehlt daher eine tägliche Salzaufnahme von 5 g, der Salzkonsum in westlichen Ländern liegt jedoch bei 10 g am Tag. Eine aktuelle Studie belegt, dass durch eine Verringerung der Salzaufnahme um 5 g am Tag jedes Jahr weltweit 1,25 Millionen tödliche Schlaganfälle und beinahe 3 Millionen tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermieden werden könnten. Ein großer Anteil des täglich konsumierten Salzes stammt aus industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln wie Wurstwaren, Fertigsalaten, Fertigsuppen, anderen Fertiggerichten und Fast Food", berichtet Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). Er bezieht sich dabei auf eine Studie von Forschern um Pasquale Strazzulo von der Universität Neapel. Die Untersuchung wurde im Fachmagazin British Medical Journal veröffentlicht. Die italienischen Wissenschaftler haben 13 Studien mit insgesamt über 170 000 Teilnehmern ausgewertet, um den Zusammenhang zwischen der täglichen Salzaufnahme und dem Risiko eines Schlaganfalls oder einer Erkrankung des Herzkreislaufsystems zu ermitteln. „Dabei zeigte sich, dass eine Steigerung der täglichen Salzzufuhr um 5 g mit einer Veränderung des Schlaganfallrisikos um 23% einhergeht. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen zusätzliche 5 g Salz das Risiko um 17%", erklärt Dr. Smetak. „Angesichts der Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen deuten die Daten darauf hin, dass ein bewussterer Salzkonsum einen großen Beitrag zur Prävention dieser Krankheiten leisten kann." Die schädlichste Folge eines zu hohen Salzkonsums ist das Ansteigen des Blutdrucks. Die WHO geht davon aus, dass 62% aller Schlaganfälle und 49% aller Erkrankungen der Herzkranzgefäße, wie zum Beispiel ein Herzinfarkt, durch zu hohen Blutdruck verursacht werden. „Die Reduzierung des Salzkonsums ist daher eine relativ einfache Methode, etwas für seine Gesundheit zu tun. Bei Fertigprodukten sollte man auf die Angabe des Salzgehalts achten und salzige Produkte nur in geringeren Mengen verzehren", rät der niedergelassene Kardiologe. „Manche Fertiggerichte enthalten bereits mehr als die empfohlene maximale Tagesdosis. Aber auch manche Käsesorten und Brote können größere Mengen an Salz enthalten. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man viel frisches Obst und Gemüse statt Fertigprodukten verwendet und bei der Essenszubereitung verstärkt auf Gewürze statt Salz zurückgreift." Weitere Meldungen zum Thema:
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