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01.01.2010

Maßnahmen gegen Klimawandel machen gesünder

Maßnahmen gegen den Klimawandel nutzen auch der Gesundheit: Wer etwa weniger Fleisch isst, entlastet nicht nur das Klima, sondern senkt auch sein Herzinfarktrisiko, wie Forscher in London betonten. Sinke der Fleischkonsum um ein knappes Drittel, ließen sich allein in Großbritannien 18 000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verhindern, schreiben Wissenschaftler um Sharon Friel von der Australian National University im britischen Fachjournal «The Lancet» im Zusammenhang mit der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Auf die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion entfielen 10 bis 12% der globalen Treibhausgasemissionen.

Auch Fahrradfahren und Zufußgehen haben einen Doppelnutzen: Denn weniger Schadstoffe im Straßenverkehr bedeuten auch geringere Risiken für Herz- oder Atemwegprobleme, heißt es in einem Bericht der London School of Hygiene and Tropical Medicine in «The Lancet». Die Menschen würden auch etwas für ihre persönliche Gesundheit tun, wenn sie auf das Fahrrad umsteigen oder zu Fuß gehen. Allein in London könnten so 3500 bis 7200 Todesfälle im Jahr verhindert werden, schreiben die Wissenschaftler. Wenn Städte so gebaut wären, dass Menschen sich mehr bewegten, bringe das der Gesundheitsvorsorge mehr, als Fahrzeuge mit geringerem Ausstoß zu fördern.

Häuser besser zu isolieren, spare nicht nur Energie und damit Treibhausgasemissionen, sondern könne auch Todesfälle zum Beispiel durch extreme Kälte und Hitze im Zuge des Klimawandels verhindern. In Großbritannien würden die verschiedenen Maßnahmen pro Jahr 5500 vorzeitige Todesfälle verhindern und 41 Megatonnen Kohlendioxid einsparen, schreiben andere Forscher der London School of Hygiene and Tropical Medicine. In Indien könnten bis zum Jahr 2020 sogar 1,8 Millionen Todesfälle vermieden werden, wenn bis dahin bessere Herde in den Häusern verwendet würden, die weniger die Luft verschmutzten.

 


 

 



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