
News
|
08.01.2010 Darmspiegelung schützt vor Krebs Bei Personen, die sich innerhalb der letzten zehn Jahre einer Darmspiegelung unterzogen haben, finden sich viel seltener fortgeschrittene Vorstufen von Darmkrebs. Insbesondere im linken Bereich des Darms ist das Risiko für Darmkrebs und seine Vorstufen drastisch vermindert, wie Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum ermittelten. Die Ergebnisse unterstreichen das große Potenzial der Darmspiegelung für die Verhütung von Darmkrebs.Was bringt die Teilnahme an einer Darmspiegelung? Lässt sich die Anzahl der gefährlichen fortgeschrittenen Krebsvorstufen reduzieren? Gilt dies gleichermaßen für alle anatomischen Bereiche des Dickdarms? Daten dazu lagen bisher allein aus klinischen Studien vor. Wissenschaftler um Professor Hermann Brenner aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum untersuchten diese Fragen nun erstmals an einem breiten Bevölkerungsquerschnitt. In die Studie waren rund 3300 Saarländer eingeschlossen, die an einer Darmspiegelung (Koloskopie) im Rahmen des gesetzlichen Programms zur Krebsfrüherkennung ("Screening") teilgenommen hatten. Alle Teilnehmer wurden befragt, ob sie sich innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Screening-Koloskopie bereits einer Darmspiegelung unterzogen hatten. Die Forscher fanden bei Personen, die bereits eine vorangegangene Koloskopie hinter sich hatten, deutlich seltener fortgeschrittene Krebsvorstufen als bei Studienteilnehmern, die sich erstmalig einer Darmspiegelung unterzogen (6,1 % gegenüber 11,4 %). Um zu überprüfen, ob das verringerte Auftreten von Krebsvorstufen gleichermaßen für alle Darmabschnitte gilt, werteten die Forscher die Daten für einzelne anatomische Bereiche des Dickdarms getrennt aus. Dabei zeigte sich eine stark ausgeprägte Risikoreduktion im so genannten linken ("absteigenden") Teil des Darms, der direkt in den Enddarm übergeht und in dem Krebs am häufigsten auftritt. Hier entdeckte man bei Teilnehmern mit vorangegangener Koloskopie zwei Drittel weniger fortgeschrittene Krebsvorstufen als bei den Teilnehmern ohne vorangegangene Darmspiegelung. Die Ergebnisse unterstreichen somit das große Potenzial der Darmspiegelung für die Verhütung von Darmkrebs. Angesichts der besonders starken Risikoreduktion im linken Teil des Darms könnte neben der Koloskopie, der Spiegelung des gesamten Dickdarms, auch der "kleinen" Darmspiegelung, der so genannten Sigmoidoskopie, für die Krebsprävention eine große Bedeutung zukommen. Diese Untersuchung ist für die Teilnehmer mit wesentlich weniger Unannehmlichkeiten verbunden, da die aufwändige Reinigung des Darms am Vortag entfällt. Entsprechend leichter könnte es den Menschen fallen, sich zu einer Teilnahme zu entschließen. "Wir sollten daher auch in Deutschland in Erwägung ziehen, das gesetzliche Früherkennungsprogramm um die Sigmoidoskopie zu ergänzen", schlägt Hermann Brenner vor. "Ein solches Angebot würde wahrscheinlich auch von vielen Menschen angenommen, die eine Koloskopie nicht durchführen lassen wollen. So ließen sich noch deutlich mehr Krebsfälle vermeiden - das ist doch schließlich unser Ziel!" der jeweiligen Behandlungsphase. "Leider wissen die wenigsten Tumorpatienten über die nachweisbaren Effekte körperlicher Aktivität bei Krebs und entsprechende Bewegungsprogramme Bescheid", bedauert Prof. Winfried Banzer. Eine Befragung der Abteilung Sportmedizin von 317 Krebspatienten ergab, dass zwei Drittel sich mehr Informationen wünschten, insbesondere durch die behandelnden Ärzte. Auch die bestehenden Angebote seien bei einem Großteil der Patienten nicht bekannt gewesen. Zusätzlich zu einer besseren Aufklärung wünscht sich Prof. Banzer, dass die Versorgung mit Bewegungsangeboten flächendeckend ausgebaut wird. Weitere Meldungen zum Thema:
|
Im Fokus
Vor Afrikareise Impfschutz überprüfen
|
Grippe-Impfung
Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten. |
Was kann bei Reizmagen tun?
Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend... |
Dem Diabetischen Fuß vorbeugen
Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag... |
Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung
|
Den Blutdruck korrekt messen
|
Wie man Diabetes verhindern kann
|
Was Sie über Grippe wissen sollten
|
Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen
Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken... |
Schilddrüsen-Check
|
Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt
|

Bei Personen, die sich innerhalb der letzten zehn Jahre einer Darmspiegelung unterzogen haben, finden sich viel seltener fortgeschrittene Vorstufen von 

Wer nach Afrika reisen will, sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen.


Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...
Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...
Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...
Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...
Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...
Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...