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15.01.2010 Tempo-30-Zonen reduzieren deutlich die Zahl schwerer Verkehrsunfälle Im Jahr 1983 wurde in Deutschland die erste Tempo-30-Zone eingerichtet. Daraufhin wurden in vielen Städten und Gemeinden solche verkehrberuhigten Zonen eingerichtet, um die Zahl von Verkehrsunfällen zu reduzieren. „Verkehrsunfälle sind weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Eine aktuelle britische Studie zeigt, dass durch die Einführung dieser Maßnahmen insbesondere die Zahl schwerer und tödlicher Verletzungen bei Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern erheblich verringert werden konnte. Die Zahl der Opfer reduzierte sich insgesamt um knapp 42%", berichtet Dr. Wolfgang Wesiack, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Er bezieht sich dabei auf eine Untersuchung von Forschern um Chris Grundy von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlicht. Die britischen Forscher analysierten die Zahl von Verkehrsunfällen seit der Einführung von 20-Meilen-pro-Stunde-Zonen im Großraum London im Jahr 1986 bis ins Jahr 2006. Dieses Tempolimit entspricht 32 Kilometern pro Stunde. „Aus den Ergebnissen geht hervor, dass besonders die Zahl schwerer Verletzungen und Todesfälle stark gesenkt werden konnte. Der deutlichste Rückgang war mit über 50% bei Kindern zu beobachten", erklärt Dr. Wesiack. „In den an die verkehrsberuhigten Zonen angrenzenden Straßen sank die Zahl der Opfer von Verkehrsunfällen im Beobachtungszeitraum um 8%. Dies belegt, dass kein Verlagerungseffekt bezüglich von Verkehrsunfällen stattgefunden hat." Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Schweregrad von Verletzungen stärker verringert wurde als die Häufigkeit von Unfällen. „Überraschend war der Befund, dass nicht nur die Zahl schwerer und tödlicher Verletzungen bei Fußgängern und Fahrradfahrern zurückging, sondern auch bei Autoinsassen", erläutert der BDI-Vorsitzende. „Zukünftige Untersuchungen müssen zeigen, wie sich beispielsweise das Konzept des ‚shared space', bei dem sich Fußgänger, Radfahrer und motorisierte Fahrzeuge die Straße teilen, auf die Zahl von Verkehrsunfällen auswirken."
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