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17.02.2010 Fetthormon entscheidend für Entwicklung einer Arthrose
Das Hormon Leptin wird von Fettzellen gebildet und erzeugt normalerweise im Gehirn ein Gefühl der Sättigung. Fettleibige produzieren allerdings so viel Leptin, dass es seine Appetit hemmende Wirkung verliert. Das Hormon beeinflusst aber nicht nur das Körpergewicht, sondern auch den Knochenstoffwechsel und Entzündungsprozesse. Wie die Forscher im Fachjournal Arthritis and Rheumatism (2009, Band 60/10, Seite 2935 – 2944) berichten, haben sie diesen Zusammenhang an genetisch manipulierten Mäusen beobachtet, die augrund einer Genmutation entweder kein Leptin bilden konnten oder über keine Rezeptoren für Leptin verfügten. Folge war, dass die Tiere zehnmal so viel Körperfett ansetzten wie normale Mäuse, da ihnen die Appetit hemmende Wirkung des Leptins fehlte. Trotzdem und entgegen aller Erwartungen entwickelten sie keine Knie-Arthrose. Für Patienten mit Arthrose ist eine Verringerung des Körpergewichts dennoch sinnvoll, da sie dadurch ihre Gelenksschmerzen deutlich lindern können. So kann eine Abnahme von 5 Kilogramm die Schmerzen bereits deutlich verringern. Die Wissenschaftler wollen nun in weiteren Versuchen untersuchen, wie eine fettreiche Ernährung Entzündungsreaktionen auslöst, die das Knorpelgewebe der Gelenke schädigen. Sie hoffen, dass Wirkstoffe, die diesen Prozess hemmen, vielleicht die Entwicklung einer Arthrose verhindern können. Weitere Meldungen zum Thema:
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Ein Hauptrisikofaktor für die Entwicklung einer Gelenkentzündung mit Knorpel- und Knochenschädigung (Arthrose) ist Fettleibigkeit. Bisher glaubte man, dass das erhöhte Körpergewicht von Fettleibigen zu einer verstärkten Belastung der Gelenke führt und damit langfristig zu einer Entzündung und Schädigung ihrer Gelenke. Forscher von der Abteilung Orthopädie an der Duke University haben nun herausgefunden, dass nicht nur das Körpergewicht an sich, sondern vielmehr das Vorhanden- bzw. Nichtvorhandensein des Hormons Leptin eine entscheidende Rolle bei Mäusen spielt, ob sie eine Kniearthrose entwickeln oder nicht – und zwar unabhängig davon, wie viel die Tiere wiegen. „Wir waren sehr überrascht festzustellen, dass extrem fettleibige Mäuse keine Arthrose entwickelten, wenn sie kein Leptin bilden konnten“, berichtet Forschungsleiter Dr. Farshid Guilak. Auch der Spiegel an entzündungsfördernden Zytokinen stieg nicht an, wie das bei einer Arthrose zu erwarten gewesen wäre. 

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