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08.02.2010

Herzpatienten: Bei starker Kälte Anstrengungen vermeiden

Bei Temperaturen deutlich unter Null Grad sollten Menschen mit einer Herzerkrankung besonders darauf achten, sich nicht zu stark körperlich zu beanspruchen. „Menschen, die von Bluthochdruck oder einer Herzkranzgefäßerkrankung betroffen sind oder zu Thrombosen neigen, sollten bei starker Kälte Tätigkeiten wie Schneeschaufeln oder das Tragen schwerer Gegenstände vermeiden.", rät Dr. Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK). Bei Kälte ziehen sich die Arterien zusammen, so dass der Blutdruck ansteigt. Bei einer bereits verengten Arterie kann es dadurch zu einem Verschluss kommen, was einen Herzinfarkt zur Folge haben kann. „Leichte sportliche Betätigung ist bei den meisten Patienten mit einer Herzkranzgefäßerkrankung sehr gut, doch bei starker Kälte ist es besser, sich dabei etwas zurückzunehmen oder vorübergehend in Innenräumen aktiv zu sein", empfiehlt Dr. Smetak.

Auch bei Menschen, die bisher keine Probleme mit dem Herzen hatten, können bei starken Minusgraden Anzeichen einer möglichen Herzerkrankung auftreten. „Wenn man in der Kälte Schmerzen, ein Druckgefühl oder ein Brennen im Brustkorb spürt, so sollten die Beschwerden möglichst rasch ärztlich abgeklärt werden", mahnt Dr. Smetak.

Kälte steigert auch die Gefahr einer Thrombose. „Besonders gefährdet sind dabei die Beine, die im Winter oftmals unzureichend vor Kälte geschützt werden. Personen, bei denen eine Neigung zu Blutgerinnseln besteht, insbesondere Patienten die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, sollten daher darauf achten, auch Arme und Beine ausreichend vor Kälte zu schützen", empfiehlt der BNK-Vorsitzende.

 


 

 



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