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12.02.2010 Antioxidantien können die Muskelfunktion schwächen Antioxidantien wie zum Beispiel Vitamin C und E wird häufig die Eigenschaft zugeschrieben, dem Alterungsprozess entgegenzuwirken oder sogar Krankheiten zu verhindern. „Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass Antioxidantien Botenstoffe inaktivieren können, die für eine Weitung der Blutgefäße sorgen. Damit könnte ein Übermaß von Vitamin C und E beispielsweise die Funktion von Muskeln beeinträchtigen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse sorgt ohnehin für eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen C und E. Eine zusätzliche Gabe dieser antioxidativ wirksamen Vitamine durch künstlich angereicherte Lebensmittel oder Vitaminpräparate macht daher in den meisten Fällen keinen Sinn oder könnte sogar kontraproduktiv sein", empfiehlt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Er bezieht sich dabei auf Forschungsarbeiten von David Poole und Timothy Musch von der Kansas State University. Die Untersuchungen wurden unter anderem im Fachmagazin Journal of Applied Physiology veröffentlicht. Zwar haben Antooxidantien das Potential, körperliche Veränderungen während des Alterungsprozess umzukehren. „Gleichzeitig haben die US-amerikanischen Forscher im Tierversuch gezeigt, dass einige Oxidantien, die ja von den Antioxidantien verringert werden, im Körper wichtige Aufgaben haben. So zeigen die Studien beispielsweise, dass Wasserstoffperoxid dazu dient, die Gefäße zu weiten und damit den Blutfluss zu erleichtern", erklärt Dr. Wesiack. „Wenn man nun durch die Aufnahme von größeren Mengen Antioxidantien Wasserstoffperoxid und andere natürliche, gefäßweitende Substanzen neutralisiert, schwächt man möglicherweise den Transport von Sauerstoff zu den Muskeln." Von Antioxidantien wie Vitamin C und E wird gemeinhin angenommen, dass sie bei zusätzlicher Zufuhr die Gesundheit verbessern. Bei einer ausgewogenen Ernährung erhält der Körper jedoch genügend Vitamin C und E. „Viele industriell verarbeitete Produkte wie Fruchtsäfte, Frühstückscerealien und sogar Süßigkeiten werden damit beworben, besonders viel Vitamine zu enthalten. Meist sind diese Produkte sehr kalorienreich, so dass es besser ist, darauf zu achten natürliche Vitaminspender in den Speiseplan zu integrieren, als auf diese künstlich mit Vitaminen anreicherten, ansonsten aber häufig nicht sehr hochwertigen Fertigprodukte zurückzugreifen", rät der BDI-Experte. „Reich an Vitamin C sind beispielsweise Hagebutte, Sanddorn, Grünkohl, Paprika und Brokkoli, während Vitamin E in großen Mengen in pflanzlichen Ölen wie Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl sowie in vielen Nüssen zu finden ist."
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