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10.03.2010 Neuartiger Rheumascanner im Einsatz
Nach Angaben von Professor Dr. Christoph Bremer, Chefarzt der Klinik für Radiologie, dauert die Untersuchung mit dem neuen Gerät nur wenige Minuten. Dazu legt der Patient seine Hände auf einen beweglichen Tisch, der dann unter die eingebaute Rheuma-Kamera rollt. Diese scannt die Hände mit so genanntem Nahinfrarotlicht, das bis zu vier Zentimeter tief in die Haut eindringt. Das reicht aus, um Entzündungsherde in den Gelenken ohne Röntgenstrahlung aufspüren zu können. Sichtbar werden die Herde durch ein zuvor gespritztes, floureszierendes Kontrastmittel, das seit Jahrzehnten auch zur Diagnose von Veränderungen des Augenhintergrundes Verwendung findet. Da der Körper bei Entzündungen versucht, vermehrt Abwehrzellen zu den Krankheitsherden zu bringen, werden entzündete Gelenke stärker durchblutet und entsprechend angefärbt. Somit deuten diejenigen Gelenke, in denen sich der Farbstoff ansammelt, auf ein entzündetes Gelenk hin. Außer einem leichten Kribbeln sei von der Prozedur nichts zu merken, berichten Patienten.
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