
News
|
09.03.2010 Hepatitis bleibt häufig unerkannt Bei einer durch Viren verursachten Hepatitis sind die Symptome sowohl im akuten wie in im chronischen Stadium häufig gering und wenig spezifisch, so dass die Gefahr besteht, dass Betroffene nicht rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. „Man schätzt, dass in Deutschland etwa 500 000 Menschen mit Hepatitis B infiziert sind, von denen viele gar nicht wissen, dass sie den Hepatitis-Virus in sich tragen. Die Erkrankung kann chronisch werden und dann einen schweren Verlauf nehmen. Besonders gefährdet sind dabei stark übergewichtige Menschen, deren Leber bereits durch eine Fettleber-Hepatitis geschädigt ist. Die Folgen können eine Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs sein", mahnt Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Nur bei einem Teil der Patienten mit akuter Hepatitis kommt es zu den typischen Krankheitserscheinungen wie Gelbfärbung der Haut und der Bindehaut der Augen, hellem Stuhlgang und dunklem Urin. Die chronische Hepatitis entwickelt sich oft schleichend und die Beschwerden sind meist lange Zeit uncharakteristisch wie Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Erst spät kommen Symptome hinzu, die an eine Lebererkrankung denken lassen, wie Schmerzen im Bereich des rechten Rippenbogens oder Gelbsucht „Die Erkrankung sollte jedoch so früh wie möglich behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden", rät Prof. Löscher, der die Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin der Universitätsklinik München leitet. Die Gefahr der Übertragung ist je nach Hepatitis-Typ unterschiedlich. „Der Hepatitis-A-Virus kann beispielsweise durch verunreinigte Lebensmittel, häufig in Urlaubsländern mit mangelnden hygienischen Bedingungen übertragen werden. Eine Hepatitis A ist sehr unangenehm, heilt jedoch meist rasch ab und wird nicht chronisch", erläutert Prof. Löscher. Die Übertragung des gefährlicheren Hepatitis-B-Virus erfolgt durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten. „Häufige Ansteckungsquellen sind daher Hygienemängel im medizinischen Bereich, bei Piercings oder Tätowierungen oder beim Sexualverkehr. Am wirksamsten kann man sich vor Hepatitis A und B durch eine Schutzimpfung schützen", empfiehlt Prof. Löscher. „Insbesondere Menschen, die eine Vorerkrankung der Leber haben, wie zum eine Fettleber-Hepatitis, oder Menschen, die eine Fernreise planen, ist die Hepatitis-Impfung anzuraten." Aktuelle Gesundheitsinformationen für Reisende mobil abrufbarDer Internetdienst Fit For Travel bietet jetzt auch aktuelle Gesundheitsinformationen zu mehr als 300 Reisezielen zum Download für die so genannten Smartphones an. Dieser Service ist kostenlos und wird ständig aktualisiert. Touristen können so zum Beispiel erfahren, für welche Länder eine Hepatitis-Impfung empfohlen wird. Internet: www.fit-for-travel.de Weitere Meldungen zum Thema:
|
Im Fokus
Grippe-Impfung
Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten. |
Was kann bei Reizmagen tun?
Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend... |
Dem Diabetischen Fuß vorbeugen
Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag... |
Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung
|
Den Blutdruck korrekt messen
|
Wie man Diabetes verhindern kann
|
Was Sie über Grippe wissen sollten
|
Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen
Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken... |
Schilddrüsen-Check
|
Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt
|

Bei einer durch Viren verursachten Hepatitis sind die Symptome sowohl im akuten wie in im chronischen Stadium häufig gering und wenig spezifisch, so dass die Gefahr besteht, dass Betroffene nicht rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. „Man schätzt, dass in Deutschland etwa 500 000 Menschen mit Hepatitis B infiziert sind, von denen viele gar nicht wissen, dass sie den Hepatitis-Virus in sich tragen. Die Erkrankung kann chronisch werden und dann einen schweren Verlauf nehmen. Besonders gefährdet sind dabei stark übergewichtige Menschen, deren Leber bereits durch eine Fettleber-Hepatitis geschädigt ist. Die Folgen können eine Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs sein", mahnt Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Nur bei einem Teil der Patienten mit akuter Hepatitis kommt es zu den typischen Krankheitserscheinungen wie Gelbfärbung der Haut und der Bindehaut der Augen, hellem Stuhlgang und dunklem Urin. Die chronische Hepatitis entwickelt sich oft schleichend und die Beschwerden sind meist lange Zeit uncharakteristisch wie Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Erst spät kommen Symptome hinzu, die an eine Lebererkrankung denken lassen, wie Schmerzen im Bereich des rechten Rippenbogens oder Gelbsucht „Die Erkrankung sollte jedoch so früh wie möglich behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden", rät Prof. Löscher, der die Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin der Universitätsklinik München leitet. 




Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...
Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...
Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...
Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...
Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...
Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...