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26.03.2010

Ab 50 ist das Verletzungsrisiko beim Sport höher

Verglichen mit der Generation ihrer Eltern sind Menschen im Alter von 50 oder 60 Jahren körperlich fitter und sportlich aktiver. Aktiv zu sein und zu bleiben fördert die Gesundheit erheblich, jedoch steigt mit zunehmendem Alter auch das Verletzungsrisiko beim Sport. „Typische Probleme sind Sehnenentzündungen, Schleimbeutelentzündungen, Sehnenrisse oder Knochenbrüche. Deshalb ist es wichtig, dass insbesondere Menschen in den mittleren Jahren sowie ältere Menschen die Aktivität zunächst langsam angehen und sich allmählich steigern", rät Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Da kalte Muskulatur anfälliger für Verletzungen ist, sollte man sich vor einer stärkeren Belastung immer aufwärmen. Dafür bietet sich zum Beispiel langsames Joggen oder Radfahren in einem leichten Gang an. „Bereits ab einem Alter von 40 Jahren sind Gelenke, Muskeln und umgebendes Gewebe nicht mehr so flexibel. Dehnungsübungen nach der Bewegung, wenn die Muskeln warm sind, beugen Verletzungen vor und können die Leistungsfähigkeit steigern", empfiehlt Dr. Wesiack.

Bei der Auswahl der Aktivitäten sollte darauf geachtet werden, dass möglichst viele verschiedene Muskelgruppen bewegt werden. „Ein ausgewogenes Fitness-Programm umfasst daher Ausdauertraining, Krafttraining und Übungen zur Steigerung der Beweglichkeit. Besonders wirksam und gleichzeitig schonend sind beispielsweise Yoga oder Pilates", erklärt Dr. Wesiack. Ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht zudem, wenn stärkere körperliche Belastungen nur ins Wochenende gepackt werden. „Besser ist es, auf eine moderate aber tägliche sportliche Aktivität von etwa 30 Minuten hinzuarbeiten", rät der BDI-Vorsitzende.

Menschen im mittleren Alter sind oftmals nicht mehr in der Lage, Sportarten, die sie früher ausgeübt haben, in der gleichen Intensität zu betreiben wie in jüngeren Jahren. „Sie sollten daher auf ihren Körper hören, wenn der ihnen signalisiert, dass es zu viel wird. Steifheit der Glieder und Zerrungen sind Hinweise auf eine Überbeanspruchung", erläutert Dr. Wesiack. „Nach einem intensiven Training sollte man sich ruhig einen oder auch mehrere Tage Ruhe gönnen."

 


 

 

 



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