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14.04.2010 Eindämmung der Krankheitsaktivität bei Rheumatoider Arthritis wichtig
Im neuen Versorgungskonzept wurden unter anderem die folgenden Qualitätsstandards festgelegt: Eine möglichst frühzeitige basistherapeutische Versorgung, eine komplette Erfassung von Nebenwirkungen, Erhebung eines Gelenk –und Funktionsstatus, sowie die Erfassung der Krankheitsaktivität über den DAS (disease activity score). DAS ist ein Parameter analog dem HbA1c beim Diabetes mellitus, der eine genaue Erfassung der Krankheitsaktivität bei der rheumatoiden Arthritis ermöglicht. In mindestens zwei internationalen Studien konnte gezeigt werden, dass eine Therapieorientierung nach der Zielgröße DAS der Regelversorgung deutlich überlegen ist und bessere Ergebnisse bezüglich Krankheitsaktivität, Funktion im Alltag, Lebensqualität und Ausmaß der fortschreitenden Knochenzerstörung zeigt. Das Ziel einer maximalen Verringerung der Krankheitsaktivität kann insbesondere auch durch die Vereinbarung von Zielgrößen im Versorgungskonzept erreicht werden, wie z.B. einer bestimmten Remissionsrate (das heißt: die Häufigkeit, mit der es zu eine Krankheitsstillstand kommt) oder dem Erreichen einer möglichst niedrigen Krankheitsaktivität. Eine rasche Dokumentation und Zusammenführung von entsprechend dokumentierten Parametern wie dem DAS für die Krankheitsaktivität, dem FFbH für die Funktionskapazität oder dem Euroquol für Lebensqualität wird ermöglicht durch eine in den rheumatologischen Praxen bereits etablierte IT-Dokumentationssoftware des BDRh (RheumaDok). Das neue Versorgungskonzept birgt darüber hinaus das Potenzial erhebliche Kosten im Gesundheitswesen einzusparen. Die angestrebte strukturierte und kooperative Versorgung mit Leitlinien-Orientierung und Therapie nach Zielgrößen wird absehbar die Krankheitsaktivität reduzieren. Weniger Krankheitsaktivität bedeutet u.a weniger Funktionsverlust bei den Patienten und damit auch weniger direkte und indirekte Krankheitskosten. Einsparungen infolge einer optimierten medikamentösen Therapie (bei den stationären Kosten, bei der Heil- und Hilfsmittelversorgung und bei den Arbeitsunfähigkeitskosten) dürften dazu führen, dass der deutliche Kostenanstieg für Medikamente (trotz einer Preissteigerungsrate von ca. 10 % und einem häufigeren Einsatz von Biologica mit einer Steigerung von ca. 3 % der Patienten auf 16 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis) kompensiert werden kann. Zusätzlich können deutlich mehr Patienten in einem Arbeitsverhältnis bleiben, wenn es gelingt, die Krankheitsaktivität einzudämmen. „Nicht die Einsparung an medizinischen Leistungen vermindert Kosten, sondern eine Leitlinien-orientierte Behandlung“, betont Dr. Edmund Edelmann, Vorsitzender des BDRh und praktizierender Rheumatologe in einer Gemeinschaftspraxis im bayerischen Bad Aibling.
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Neben einer möglichst frühzeitigen Diagnosestellung trägt bei rheumatoider Arthritis auch die Verminderung der Krankheitsaktivität erheblich dazu bei, die krankheitsbedingte Sterblichkeit der Patienten zu verringern bzw. sogar zu normalisieren. Eines der zentralen Ziele des neuen Versorgungskonzeptes, das der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) entwickelt hat, stellt daher die maximale Verringerung der Krankheitsaktivität und das Erreichen der bestmöglichen Prognose für Lebensqualität und Lebenserwartung dar. 




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