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28.04.2010

Bessere Rheuma-Diagnose durch Kontrastverstärkung?

Die Rheumatoide Arthritis ist eine chronische Erkrankung, die zu Entzündungen der Gelenke und dem sie umgebendem Gewebe führt. Aber auch Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis), einer nicht-ansteckenden, entzündlichen Hautkrankheit, können an entzündlichem Gelenkrheuma erkranken. Etwa 5 bis 20 % der Patienten mit Schuppenflechte sind von dem Psoriasisarthritis genannten Krankheitsbild betroffen, das nicht selten erst so spät erkannt wird, dass die Gelenke dann schon dauerhaft geschädigt sind.

Eine Unterscheidung zwischen einer psoriatischen und rheumatischen Arthritis kann schwierig sein, da sich die Anzeichen beider Krankheitsbilder in manchen Fällen recht ähnlich sind und die diagnostischen Tests, die zurzeit verfügbar sind, nicht immer ausreichen. Nun berichten Wissenschaftler der Universität Tübingen, dass sie mit dem Diagnoseverfahren der sog. kontrastmittelverstärkten Magnetresonanztomographie (MRT) besser zwischen rheumatischer Arthritis und psoriatischer Arthritis differenzieren können (siehe American Journal of Roentgenology 2010,Band 2010; Band 194, Seite:715-720, Link zum Originalartikel.

Gewöhnlich – also ohne Kontrastverstärkung – sei man den Forschern zufolge nicht im Stande, einen Unterschied länger als 15 Minuten nach Kontrastmittelgabe zu sehen. „Unsere Studie offenbart eine bedeutende Differenz zwischen jenen Patienten mit rheumatischer und psoriatischer Arthritis auch 15 Minuten nach der Perfusion“, erläutert Nina Schwenzer, Erstautorin der Untersuchung, an der 45 Patienten teilgenommen haben (31 mit rheumatischer Arthritis und 14 mit psoriatischer Arthritis).

Die kontrastverstärkende Methode könnte nun in Zukunft womöglich dazu verhelfen, eine Diagnose schneller zu stellen und damit die für den jeweiligen Patienten passende Therapieoption früher anzuwenden. Da die Effektivität der kontrastmittelverstärkten Magnetresonanztomographie bisher allerdings nur an einer sehr kleinen Gruppe von Patienten gezeigt werden konnte, seien nun erst einmal weitere Studien erforderlich, um die Relevanz der Methode zu bestätigen.



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