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15.04.2010

Männer verlieren im Alter mehr braunes Fettgewebe als Frauen

Jüngste Erkenntnisse der Wissenschaft deuten darauf hin, dass braunes Fettgewebe nicht nur beim Neugeborenen sondern auch bei Erwachsenen vorkommt. Dieses sogenannte "braune" Fettgewebe ist in der Lage, überschüssige Pfunde, die als "weißes" Fett gespeichert sind, als Energielieferant zu verbrennen. Weltweit konnten Forscher belegen, dass die Masse des braunen Fetts mit zunehmendem Alter abnimmt und damit auch zur Gewichtszunahme älterer Menschen beiträgt. Jetzt konnte am Universitätsklinikum Tübingen gezeigt werden, dass dieser Prozess bei Frauen und Männern unterschiedlich verläuft.

Endokrinologen und Radiologen des Tübinger Uniklinikums untersuchten in einem aktuellen Forschungsprojekt, ob es beim altersbedingten Abbau des braunen Fettes Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Sie fanden heraus, dass das Altern diesen Prozess bei Männern und Frauen unterschiedlich beeinflusst.

Bei Männern verringerte sich die braune Fettmasse mit zunehmendem Alter viel schneller als bei Frauen. Die Tübinger Experten konnten weiterhin erstmalig zeigen, dass mit zunehmendem Alter die braune Fettmasse bei Männern weniger stark mit dem BMI korreliert als bei Frauen. Norbert Stefan, Wissenschaftler und Heisenberg Stipendiat an der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen: "Diese neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Strategien zur Aufrechterhaltung der Masse des braunen Fetts bei Männer viel früher als bei Frauen angewendet werden müssen, um der Entstehung des Übergewichts entgegenzuwirken.

Wie kann man überhaupt feststellen, ob und wie viel braunes Fett jemand besitzt? "Das ist", so PD Dr. Norbert Stefan, "derzeit leider nur über eine aufwendige PET-CT Untersuchung möglich. Wir arbeiten aber schon fieberhaft an einfacheren Nachweismethoden."

 


 

 



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