Internisten im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


16.04.2010

Immer mehr Fälle von Hanta-Virus-Erkrankungen

In Bayern ist die Zahl der Infektionen mit dem von Mäusen übertragenen Hanta-Virus in diesem Jahr deutlich gestiegen. Seit Jahresbeginn seien im Freistaat 26 Fälle solcher Infektionen gezählt worden, teilte die Krankenkasse DAK unter Berufung auf Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. «Das sind bereits jetzt mehr als im gesamten vergangenen Jahr», sagte DAK-Sprecherin Tanja Knieler. Einen Todesfall habe es aber nicht gegeben.

Ob mit ähnlich hohen Erkrankungszahlen wie im Jahr 2007 zu rechnen sei, sei offen. Damals wurden allein dem Landesamt für Gesundheit in Bayern knapp 300 Hanta-Virus-Fälle gemeldet. Viele Mäuse und damit viele potenzielle Virenüberträger hätten den Winter heuer gut überstanden, weil sie viel Futter gefunden hätten. Bundesweit wurden bisher laut DAK-Mitteilung vom Robert-Koch-Institut 213 Erkrankungen registriert.

Das Virus wird durch Ausscheidungen von infizierten Tieren übertragen. In Mitteleuropa sind dies vor allem die Rötelmaus, die Brandmaus und die Wanderratte. Bei der Gartenarbeit oder beim Fegen von Gartenhäusern und Kellern bestehe auch die Gefahr, mit dem aufgewirbelten Staub die Erreger einzuatmen.

Die Hanta-Virus-Erkrankung verläuft ähnlich wie eine Grippe mit einigen Tagen Fieber sowie mit Kopf-, Bauch-, und Rückenschmerzen. Das Virus kann auch die Nieren angreifen. «Sogar ein Nieren-Versagen ist möglich», sagte Knieler. Manchmal kann die Infektion auch zu Herz- Kreislauf-Störungen und Blutungen im Magen-Darm-Trakt sowie im Gehirn führen. Das Hanta-Virus, gegen das es bisher keine Impfung gibt, kann im schlimmsten Fall tödlich sein.

 


 

 



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...