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07.06.2010 Torjubel bei Fußball-WM gefährdet das Herz Starke emotionale Anspannung und Gefühlsausbrüche bei einem Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft erhöhen die Gefahr eines Herzinfarktes deutlich. „Insbesondere bei Spielen der eigenen Mannschaft steigt die Belastung für das Herz-Kreislaufsystem. Sowohl große Freude als auch Ärger bewirken die Ausschüttung von Stresshormonen, die tödliche Herzrhythmusstörungen oder einen Infarkt auslösen können. Menschen, bei denen bereits eine Vorerkrankung des Herzens vorliegt, sollten die Fußballabende daher lieber ruhig angehen und sich nicht zu stark in den Bann des Spiels ziehen lassen", rät Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). „Wenn man merkt, dass das Spiel sehr starke emotionale Regungen verursacht, kann es helfen, einfach für einige Minuten den Ton abzustellen und den Raum mit dem Fernseher zu verlassen, um sich bewusst zu machen, dass es nur ein Spiel ist, bei dem es - sachlich betrachtet - letztlich egal ist, wer gewinnt" Studien zur Zeit der letzten WM in Deutschland haben gezeigt, dass das Risiko für einen Herzinfarkt während eines Spiels und danach um beinahe das 3-fache erhöht war. Durch die steigende Spannung in den Finalrunden und das Elfmeterschießen steigt die Gefahr im Verlauf des Turniers. „Übermäßiges Trinken von Alkohol und Rauchen können sich dabei ebenfalls sehr negativ auswirken. Die Einschränkung des Konsums von Bier und Zigaretten tragen dazu bei, die Gefährdung durch einen tödlichen Herzanfall zu verringern", empfiehlt Dr. Smetak. Männer sind bei der WM stärker gefährdet als Frauen. Ungeklärt ist, ob dies an der stärker ausgeprägten Begeisterung für Fußball oder einer höheren Anfälligkeit des Herzens liegt. In jedem Fall sind Menschen, mit einer Herzschwäche oder einem vorangegangenen Herzinfarkt bei emotionalen Ausbrüchen häufiger von einem Herzanfall betroffen. „Aus diesem Grund sollten Menschen mit Vorerkrankungen unbedingt ihre Herz- und Kreislaufmedikamente wie vorgeschrieben einnehmen und übermäßige Aufregung vermeiden", erklärt der Kardiologe. „Bei Anzeichen eines Infarktes wie zum Beispiel Enge in der Brust, Schmerzen, die in den Arm ziehen sowie Atemnot, Schwitzen und starker Angst muss sofort der Notarzt unter 112 gerufen werden." Weitere Meldungen zum Thema:
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