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14.06.2010

Beschwerden nach asiatischem Essen deuten auf Glutamat-Unverträglichkeit hin

Der Geschmacksverstärker Glutamat, der insbesondere in asiatischen Speisen, aber auch in zahlreichen Fertigprodukten enthalten ist, ruft bei einigen Menschen Übelkeit und Kopfschmerzen hervor. „Wenn nach dem Genuss asiatischer Gerichte derartige Symptome auftreten, sollte man an eine Glutamat-Unverträglichkeit denken", empfiehlt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). „Dieses so genannte China-Food-Syndrom ist keine Allergie, sondern eine Überempfindlichkeit gegenüber Glutamat. Neben Übelkeit kann die Substanz auch Hautrötungen, ein Engegefühl in der Brust, Zittern sowie Muskelschmerzen auslösen. Bei Kindern kann Glutamat Fieber, Verwirrtheit und Angstzustände zur Folge haben. Die Symptome treten meist innerhalb eines halben Tages auf.

Glutamat wird vor allem in der asiatischen Küche als Geschmacksverstärker eingesetzt. „Insbesondere aus Suppen wird Glutamat sehr schnell vom Körper aufgenommen und kann so Probleme verursachen", erklärt Dr. Wesiack. Außer in asiatischen Gerichten ist Glutamat in sehr vielen Fertigprodukten, Saucen und Gewürzmischungen enthalten. Der Geschmack von Glutamat ist leicht salzig und auch unter der Bezeichnung „unami" bekannt. Auch manche natürliche Nahrungsmittel wie zum Beispiel Bohnen, Tomaten und Käse enthalten größere Mengen an Glutamat.

Die Menge an Glutamat, die eine Unverträglichkeit auslösen kann, ist individuell sehr verschieden. "Menschen, die empfindlich auf Glutamat reagieren, sollten am besten auf Speisen mit Glutamat-Zusatz verzichten", rät Dr. Wesiack. „Auf Lebensmittelverpackungen sind Zusätze von Glutamat meist gekennzeichnet, entweder mit den Nummern E620 bis E625 oder mit Bezeichnungen wie beispielsweise Mononatriumglutamat." Oftmals wird der Zusatz von Glutamat jedoch hinter Bezeichnungen wie „Hefeextrakt", „Tomatenmark" oder „Würze" versteckt. „Auf Speisekarten und in Restaurants ist meist schwer erkennbar, ob Glutamat bei der Zubereitung verwendet wurde. Hier hilft nur gezieltes Nachfragen", empfiehlt Dr. Wesiack.


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