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07.07.2010 Neues Themenheft über entzündlich-rheumatische Erkrankungen
In Deutschland sind schätzungsweise 2% der Erwachsenen von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen betroffen. Die wichtigste Einzelerkrankung ist die rheumatoide Arthritis mit einer Häufigkeit von 0,5 bis 0,8%. Das Erkrankungsrisiko wird durch genetische Faktoren erheblich beeinflusst, der wichtigste Umweltfaktor für die Entstehung der Krankheit ist allerdings das Rauchen. Wenn früh genug eine Behandlung erfolgt, kann bei etwa der Hälfte der Betroffenen ein beschwerdefreier Zustand erreicht werden. Deshalb sollten Menschen mit mehr als sechs Wochen fortbestehenden Schwellungen in mehr als zwei Gelenken, die nicht durch einen Unfall hervorgerufen sind, sich ohne Verzug in eine fachärztliche, das heißt rheumatologische Behandlung begeben. Das neu vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte GBE-Themenheft „Entzündlich-rheumatische Krankheiten“ beruht auf Daten der so genannten rheumatologischen Kerndokumentation , die im Rahmen eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Gesundheit zum Aufbau regionaler Rheumazentren 1993 eingeführt wurde. Darin werden mit der rheumatoiden Arthritis (RA), der ankylosierenden Spondylitis (AS) und dem systemischen Lupus erythematodes (SLE) drei Leiterkrankungen des entzündlich-rheumatischen Formenkreises bei Erwachsenen dargestellt. Außerdem wird am Beispiel der Juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA) über entzündlich-rheumatische Erkrankungen des Kindesalters berichtet. Die JIA ist die häufigste im Kindesalter auftretende chronische rheumatische Erkrankung, daran leiden in Deutschland schätzungsweise 15.000 Kinder und Jugendliche. Neben der Darstellung der einzelnen Krankheitsbilder wird über die Folgen, Lasten und Kosten der jeweiligen Erkrankung informiert, sowie über Versorgungsangebote, die Betroffene ambulant, kurstationär und in der Rehabilitation in Anspruch nehmen können. Denn viele Betroffene leiden unter starken Schmerzen, schweren körperlichen Funktionseinschränkungen, einem schlechten allgemeinen Gesundheitszustand und einer reduzierten Lebensqualität. Nach längerer Erkrankungsdauer werden sie häufig erwerbsunfähig und sind auf Hilfe bei der Alltagsbewältigung oder z. T. auch auf Pflege angewiesen. Es besteht ein hoher, teilweise unzureichend gedeckter Bedarf an spezialisierten rheumatologischen Leistungen sowie solchen mit rehabilitativer Zielsetzung. Das 49. GBE-Heft kann kostenlos heruntergeladen werden unter: Alternativ kann es auch beim Robert Koch-Institut (RKI) bestellt werden: www.rki.de Weitere Meldungen zum Thema:
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