Rheumatologen im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

News


12.07.2010

Herzinfarktrisiko bei Rheumatoider Arthritis bereits anfangs stark erhöht

Patienten mit einer entzündlichen rheumatischen Erkrankung haben ein doppelt so hohes Risiko für Herzinfarkte wie Gesunde, in etwa vergleichbar mit demjenigen von Diabetikern. Zusätzliche, klassische Risikofaktoren für Herz- und Gefäß-Krankheiten sollten daher unbedingt vermieden werden, raten die Rheumatologen des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling mit Verweis auf die Empfehlungen der europäischen Rheumaliga EULAR. „Tatsächlich ist das kardiovaskuläre Risiko bei Patienten mit Rheumatischer Arthritis schon zu Beginn der Krankheit erhöht – das lässt sich an Gefäßveränderungen belegen, die bei den Betroffenen besonders früh auftreten“, erläutert Prof. Klaus Krüger vom wissenschaftlichen Beirat des BDRh und praktizierender Rheumatologe im Münchener Praxiszentrum St. Bonifatius. „Es ist daher wichtig, die Krankheitsaktivität so weit wie möglich mithilfe von geeigneten Medikamenten zu verringern und die traditionellen Risikofaktoren – hinsichtlich Rauchen, erhöhter Blutfettwerte, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht -  mindestens einmal pro Jahr vom Arzt überprüfen zu lassen.“

Risiko zusätzlich um das Anderthalbfache erhöht
Das kardiovaskuläre Risiko ist bei Rauchern mit Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck bekanntlich 10-mal höher im Vergleich zu Menschen ohne Risikofaktoren. „Kommen weitere Risikofaktoren hinzu, steigt es zum Beispiel bei erhöhten Bluttfettwerten um das 40-fache an und bei zusätzlichem Übergewicht um das 60-fache“, veranschaulicht Krüger. „Bei Rheumatoider Arthritis müssen diese Werte aufgrund der chronisch ablaufenden, entzündlichen Prozesse allerdings zusätzlich noch einmal mit dem Faktor 1,5 multipliziert werden – insbesondere wenn die Krankheit bereits seit zehn oder mehr Jahren andauert und bestimmte Entzündungsmarker nachweisbar sind.“



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Grippe-Impfung

Wer chronisch krank ist, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um das Risiko für Komplikationen durch eine Influenza zu senken. Dazu raten die Internisten vom BDI. Fragen rund um die Grippe-Impfung können auf http://www.impfenimdialog.de/ an Experten gestellt werden, die sie innerhalb von 3 Tagen online beantworten.

zum Artikel...

Was kann bei Reizmagen tun?

Ungesunde Ernährung und Stress sind die häufigsten Auslöser eines Druckgefühls und Schmerzen in der Magengegend...

zum Artikel...

Dem Diabetischen Fuß vorbeugen

Die richtige Fußpflege und das Tragen bequemer Schuhe sind ein wichtiger Beitrag...

zum Artikel...

Vorsicht bei Herzstolpern nach Erkältung

Treten nach einem bereits überstanden geglaubten grippalen Infekt Atemnot und Herzrhythmusstörungen auf, so kann die Ursache eine nicht ungefährliche Entzündung des Herzmuskels sein...

zum Artikel...

Den Blutdruck korrekt messen

Für eine korrekte Messung des Blutdrucks zu Hause mit einem Messgerät für das Handgelenk gibt es einige Regeln zu beachten...

zum Artikel...

Wie man Diabetes verhindern kann

Auch bei erhöhtem Blutzucker-Wert kann man eine Diabetes-Erkrankung vermeiden...

zum Artikel...

Was Sie über Grippe wissen sollten

Hier finden Sie Infos zu Ansteckung, Symptomen, Vorsorge und Impfung...

zum Artikel...

Krankenkassen bezahlen Reiseimpfungen

Hier finden Sie eine Liste der 50 größten Versicherer zum Ausdrucken...

zum Artikel...

Schilddrüsen-Check

Internisten empfehlen jährliche Tast-Untersuchung der Schilddrüse...

zum Artikel...

Herzrhythmusstörungen: Sport hält Herz im Takt

Auch wer Probleme mit dem Herzschlag hat, braucht auf Sport nicht zu verzichten...

zum Artikel...