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13.08.2010

Wie man die Fettverbrennung aktiviert

Ausdauer ist wichtig beim Sport. Dass aber die Fettverbrennung erst nach 30 Minuten einsetzt, gehört zu den Mythen, die sich hartnäckig halten, obwohl sie falsch sind, sagt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. «Die Wahrheit ist, dass der Körper im Wesentlichen vier verschiedene Energiebereitstellungssysteme besitzt, auf die er je nach Anforderung und Situation zurückgreift.»

Im Alltag und beim Sport spielen der Zuckerstoffwechsel und der Fettstoffwechsel die größte Rolle. Beide Systeme laufen nahezu immer parallel ab, wobei sich je nach Anforderung der Anteil der Energiebereitstellung verschiebt. «Der Fettstoffwechsel ist jener Stoffwechsel, der auf Grund eines riesigen Reservoirs an Fettspeichern unser größtes Depot darstellt», erklärt Froböse. Ein 70 Kilogramm leichter Mann zum Beispiel habe etwa 180 000 Kilokalorien Fett gespeichert.

Der Fettstoffwechsel ist nahezu immer aktiv auch beim Sport, allerdings ist er dem Wissenschaftler zufolge bei Untrainierten deutlich weniger effektiv als bei Trainierten. «Selbst zu Beginn der körperlichen Arbeit ist der Fettstoffwechsel unmittelbar beteiligt und sorgt für ausreichend Energie im Sport.» Allerdings dominiere gerade bei Untrainierten der Zuckerstoffwechsel am Anfang, während Trainierte bereits zu Beginn mehr Fette als Zucker verbrauchten.

Der Fettstoffwechsel sollte als wichtigste Energiequelle im Alltag und Sport regelmäßig einbezogen werden, rät Froböse. «Hierzu ist es notwendig, dass bei allem, was getan wird, dem Muskel ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht. Denn Muskeln können Fette nur verbrennen, wenn sie Sauerstoff zur Verfügung haben.» Wer zum Beispiel läuft ohne zu schnaufen, geht damit auch den Fetten an den Kragen. «120 Millionen Fettzellen können sich zwar wehren, aber gegen einen funktionierenden Stoffwechsel haben auch sie keine Chance.»


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