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18.08.2010 Hepatitis-Gefahr in Spanien fünfmal höher als in Deutschland
Zum Vergleich - laut Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) in Berlin wird in Deutschland auf 100.000 Einwohner nur etwa eine Hepatitis-A-Erkrankung gemeldet. Im Norden und Süden Spaniens kommt das hochansteckende Virus, das die so genannte Reisegelbsucht auslösen kann, auf der iberischen Halbinsel am häufigsten vor. Im Baskenland und Andalusien hat man ein 8-10-fach erhöhtes Risiko, sich mit dem Erreger der infektiösen Leberentzündung anzustecken, als in Deutschland. Nur in den spanischen Enklaven Ceuta und Melilla ist der gefährliche Krankheitskeim noch stärker verbreitet. Das Virus wird in erster Linie durch Schmierinfektion übertragen, vor allem durch verunreinigtes Trinkwasser und kontaminierte Lebensmittel. „Die möglichen Symptome der Erkrankung reichen von Fieber, Übelkeit, Durchfall, Schwindel bis zur Dunkelfärbung des Urins und Gelbfärbung der Haut. Die Schwere der Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter", erklärt Dr. Sebastian Dieckmann,. Leiter der reisemedizinischen Ambulanz am Tropeninstitut in Berlin. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI empfiehlt die Impfung gegen Hepatitis A für Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen. Diese Reiseimpfung wird inzwischen auch von vielen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland erstattet. Eine Hepatitis-A-Impfung ist noch kurzfristig vor Reisebeginn möglich. Schon nach ca. 10-14 Tagen hat sich der Schutz aufgebaut. Eine weitere Impfung, normalerweise nach frühestens 6 Monaten, bietet dann eine Langzeitimmunität für mindestens 10 Jahre. Weitere Informationen zur Reisegelbsucht - Hepatitis A Weitere Meldungen zum Thema:
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