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27.09.2010

Herzdruckmassage bei Herzstillstand am wichtigsten

Wenn man einem bewusstlosen Menschen ohne Atmung und Puls erste Hilfe leistet, sollte man sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen. „Ein plötzlicher Kreislaufstillstand wird in 80% durch einen Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen verursacht. Daher ist es so wichtig, zuerst durch eine Herzdruckmassage den Blutfluss wieder herzustellen und einen ausreichenden Blutdruck aufzubauen", rät Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbander Niedergelassener Kardiologen (BNK). „Da das Blut in den ersten Minuten nach einem Herzstillstand in der Regel noch genügend Sauerstoff enthält, ist eine Beatmung zunächst zweitrangig." Bislang wurde empfohlen, mit einer Atemspende zu beginnen und dem Patienten vor einer Herzmassage 2-mal Luft zuzuführen. „Die Atemspende hat sich in der Vergangenheit als Hürde für eine erfolgreiche Wiederbelebung durch Helfer herausgestellt", erklärt Dr. Smetak. „Einen Ersthelfer kostet es oft viel Überwindung, so engen Körperkontakt mit einem Fremden aufzunehmen."

Findet ein Helfer eine leblose Person, sollte er durch lautes Ansprechen und leichtes Rütteln an den Schultern testen, ob sie bei Bewusstsein ist. „Durch Überstrecken des Halses und durch Kontrolle von Brustkorbbewegungen, Atemgeräuschen und Luftbewegungen kann er überprüfen, ob die Person normal atmet. Dies sollte keinesfalls länger als 10 Sekunden dauern. Sofort nachdem er den Atemstillstand erkannt hat, sollte er den Notarzt rufen und mit 30 kräftigen Stößen mit der Herzmassage beginnen", empfiehlt Dr. Smetak. Die früher empfohlenen 2 Beatmungen zu Beginn fallen weg. „Bei einer Herzdruckmassage werden die Hände direkt auf die untere Hälfte des Brustbeins aufgesetzt und das Brustbein mit gestreckten Armen 4-5 Zentimeter 100-mal pro Minute kräftig in Richtung Wirbelsäule gedrückt. Dies entspricht einem Druck von 45-55 Kilogramm", erklärt der niedergelassene Kardiologe. „ Darauf folgen 2 Atemspenden in Form einer Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung. Dieser Rhythmus von jeweils 30 Herzdruckmassagen und 2 Atemspenden wird bis zum Wiedereinsetzen der Spontanatmung oder dem Eintreffen eines Notarztes beibehalten."



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