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18.10.2010

Schmerztagebuch für Rheumatiker nur begrenzt sinnvoll

Das tägliche Führen eines Schmerztagebuchs ist für Patienten mit Rheuma nicht unbedingt erforderlich. Darauf weisen die Rheumatologen des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling hin. „Ein ausführliches Schmerztagebuch, in dem der Patient täglich Details über den Zeitpunkt, die Dauer und die Stärke seiner auftretenden Schmerzen notiert, macht in der Rheumatologie nur sehr begrenzt Sinn", erläutert Dr. Edmund Edelmann, Vorstandsvorsitzender des BDRh und praktizierender Rheumatologe in einer Gemeinschaftspraxis in Bad Aibling. „Denn die Vielzahl an detaillierten Informationen, die in einem solchen Tagebuch auf zahlreichen Seiten abgelegt sind, kann beim Arztbesuch gezielter mit in der Regel ein bis zwei Fragen durch den Rheumatologen erhalten werden. Das Ziel einer Therapie von Rheuma besteht ja darin, mit den vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten, die uns in der Rheumatologie zur Verfügung stehen, eine weitgehende Eindämmung der Krankheitsaktivität (Remission) - und damit auch Schmerzfreiheit - zu erreichen. Es genügt daher, wenn ein Patient mit akuten, ausgeprägten Schmerzen zum Rheumatologen kommt, oder von einem aktuellen Rheumaschub berichtet, um therapeutische Konsequenzen zu ziehen. Insofern benötigen wir von Rheumatikern kein detailliertes Schmerzprofil analog zum täglichen Blutzucker-Profil für Diabetiker, um die Therapie richtig zu steuern. Schließlich stellen Schmerzen bei entzündlichen Rheumaformen nur einen Aspekt unter vielen anderen dar, die wir zur Einschätzung der Krankheitsaktivität heranziehen. Genauso wichtig sind zum Beispiel das Ausmaß der Gelenkschwellungen, bestimmte Laborparameter und die Befunde Bild gebender Verfahren."



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