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02.11.2010

Herzstolpern ist meistens harmlos

Gelegentliche zusätzliche Herzschläge sind meist ungefährlich und können auch bei Menschen mit gesundem Herzen auftreten. „Selbst bei jüngeren Menschen gerät der Herzrhythmus immer wieder einmal aus dem Takt, ohne dass dies ernste Ursachen oder gesundheitliche Folgen haben muss.
Bei stärkeren Störungen des Herzrhythmus mit Extra-Schlägen in schneller und unregelmäßiger Folge sollten Betroffene jedoch einen Facharzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären", empfiehlt Dr. Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK). Verschiedene äußere Einflüsse können auch ein gesundes Herz zum „Stolpern" bringen. Dazu zählen psychische und körperliche Anspannung, Schlafmangel und Angst. „In der Regel sind diese so genannten Extrasystolen ungefährlich und müssen nicht behandelt werden. Gerade gesunde Menschen sind aber durch einen unregelmäßigen Herzschlag oftmals beunruhigt", erklärt Dr. Smetak.

Herzstolpern kann in den Herzvorhöfen oder den Herzkammern entstehen. Dabei werden die eigentlichen zusätzlichen Schläge meist gar nicht bemerkt, da diese oft sehr schwach ausfallen. Da der nächste „reguläre" Herzschlag dadurch später und stärker erfolgt, entsteht bei den Betroffenen der Eindruck eines Aussetzers des Herzens. „Diese Aussetzer können bei Betroffenen die Angst vor einem möglichen Herzversagen hervorrufen, obwohl das Herz eigentlich gesund ist. Oft reicht schon ein gesunder Lebenswandel mit Sport, ausreichend Schlaf sowie ohne Alkohol und Zigaretten aus, um den Herzschlag zu beruhigen", rät Dr. Smetak.

Wer allerdings mehr als 10 bis 15 Extra-Schläge pro Minute hat oder Extra-Schläge in häufiger und schneller, unregelmäßiger Folge bemerkt, sollte sein Herz von einem Kardiologen untersuchen lassen. „Häufige Extrasystolen können nämlich auch Anzeichen einer ernsten Herzerkrankung sein, wie zum Beispiel eines Herzklappenfehlers oder einer Herzmuskelentzündung. Manchmal sind sie auch Folge eines Herzinfarktes", warnt der BNK-Vorsitzende. „Diese Erkrankungen müssen unbedingt rechtzeitig erkannt und behandelt werden, um unter Umständen ernstere oder sogar lebensbedrohliche Folgen zu verhindern."



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