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04.11.2010

Körper und Geist auf Reisen fit halten

Auf Reisen bewegen sich meistens nur die Verkehrsmittel, der Reisende dagegen bleibt untätig. «Kaum eigene Bewegung, wenig Beinfreiheit - und das über viele Stunden - bedeutet 'Staugefahr'», warnt Dieter Breithecker von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden. Der Rückfluss des Blutes zum Herzen verlangsamt sich. «Geschwollene und schwere Beine - im Extremfall sogar eine Thrombose - können die Folge sein.» Außerdem droht gerade Autofahrern der «tote Punkt» und damit der gefürchtete Sekundenschlaf.

Regelmäßige und vor allem gezielte Bewegung beugt hier am besten vor. Breithecker rät, im Bus, Zug oder Flugzeug möglichst einen Sitzplatz am Gang zu wählen. Jede Stunde ein paar Schritte gehen sowie die Füße beugen, strecken und kreisen helfe, die Venenpumpe zu aktivieren. Für Autofahrer gelte, alle zwei Stunden eine Bewegungspause mit Gleichgewichtsaufgaben einzulegen. Breithecker empfiehlt außerdem, regelmäßig zu trinken - pro Stunde etwa 0,5 Liter, aber keinen Alkohol, Kaffee oder Schwarztee - und weite Kleidung sowie bequeme Schuhe zu tragen.

Für einen wachen und aufmerksamen Kopf sorgen insbesondere Gleichgewichtsaufgaben. Mit geschlossenen Augen zehn Sekunden auf einem Bein oder mit beiden Füßen hintereinander zu stehen, sei ein optimales 'Doping' für das Gehirn, sagt Breithecker. Dadurch werde der Nervenstoffwechsel signifikant erhöht. «Ebenso energiefördernd ist es, wenn man in Schrittstellung frei stehend versucht, die unregelmäßigen Bewegungen der Verkehrsmittel auszugleichen.»



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