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09.08.2007

Birkenpollen-Allergiker sollten bei Soja-Produkten vorsichtig sein

Heuschnupfen-Patienten, die gegen Birkenpollen allergisch sind, dürften im Moment ihre Ruhe haben, da die Pollenflugsaison der Birken in diesem Jahr vorüber ist. Allerdings reagieren Birkenpollen-Allergiker oft auch auf Soja-Produkte sehr empfindlich. Sie sollten daher besonders genau darauf achten, ob ein Lebensmittel Soja-Bestandteile enthält und dazu die Angaben auf der Verpackung genau prüfen, empfiehlt das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) in Berlin.

Durch Erhitzen auf hohe Temperaturen kann das in Soja-Produkten enthaltene und für viele Allergien verantwortliche Eiweiß nach Angaben des BfR unschädlich gemacht werden. Dann seien diese Produkte auch für Allergiker in der Regel unbedenklich.

Allergie kann Kreislaufschock auslösen 

Während die Zahl der Soja-Produkte im Handel in den vergangenen Jahren zugenommen hat, reagieren rund 0,4% der Bevölkerung allergisch auf Soja. Typische Symptome einer Soja-Allergie sind Juckreiz und Schwellungen auf der Mund- und Rachenschleimhaut unmittelbar nach dem Verzehr von Soja-Produkten. Später können auch Hautausschläge oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Bei manchen, besonders empfindlichen Personen könne es allerdings auch zu besonders heftigen allergischen Reaktionen oder sogar zu einem anaphylaktischen Schock mit schweren Kreislaufstörungen kommen.

Die allergische Reaktion wird entweder durch das Soja-Eiweiß selbst oder - wie bei Birkenpollen-Allergikern - durch ein ähnliches Eiweiß ausgelöst (Kreuzallergie). Dabei reagieren Birkenpollen-Allergiker neben Soja auch auf weitere, botanisch verwandte Lebensmittel allergisch. Dazu zählen Äpfel, Erdbeeren, Haselnüsse, Karotten und Sellerie. Besonders schwere kreuzallergische Reaktionen treten beim Verzehr von Erdnüssen auf.

Verschiedene Nachrichten rund um Allergie finden Sie auch unter www.aerzte-im-netz.eu/

 



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