
Nierenschwäche (allgemein)
Verschiedene Erkrankungen können dazu führen, dass die Nieren ihre Funktion nur eingeschränkt oder gar nicht mehr erfüllen können. Man spricht dann von Nierenschwäche, Nierenversagen oder Niereninsuffizienz.
Fachleute unterscheiden bei einer Nierenschwäche zwischen einer schleichenden, über Monate und Jahre sich verschlechternden Nierenfunktion, der so genannten chronischen Niereninsuffizienz, und einer plötzlichen, innerhalb von Stunden oder Tagen abnehmenden Nierenfunktion, der akuten Niereninsuffizienz.
Eine der Hauptaufgaben der Nieren ist die Filterung und Reinigung des Bluts. Aus überschüssigem Wasser und Abfallprodukten des Stoffwechsels bilden sie Urin und sind dadurch unentbehrlich zur Regulierung des Wasser- und Salzhaushalts des gesamten Körpers. Bei zunehmendem Funktionsverlust werden deshalb auch andere Organe geschädigt. So kann eine Nierenschwäche unter anderem zu Bluthochdruck, Störungen des Nervensystems, Blutarmut und Knochenabbau führen.
Erkrankungen der Nieren werden von Internisten bzw. Nephrologen behandelt. Ist eine Nierenschwäche noch nicht allzu weit fortgeschritten, kann sie mit Medikamenten behandelt werden. Eine spezielle eiweiß- und phosphatarme Ernährung kann die Behandlung unterstützen. In späteren Stadien ist meist eine künstliche Blutreinigung (Dialyse) oder eine Nierentransplantation erforderlich.
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