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Osteoporose

Prognose & Verlauf


Gerade wenn Patienten keine akuten Beschwerden haben, führt die lange Behandlungsdauer einer Osteoporose oft dazu, dass die Patienten die Behandlung vernachlässigen und beispielsweise ihre Medikamente nicht wie empfohlen einnehmen. Für die Heilungschancen der Therapie ist jedoch eine Befolgung der Behandlungsvorgaben mit regelmäßigen ärztlichen Kontrollen entscheidend.

Verlauf und Prognose bei der OsteoporoseDenn ohne Behandlung schreitet eine Osteoporose immer weiter voran und führt zu dauerhaften Veränderungen wie einer Abnahme der Körpergröße, einem Rundrücken, heftigen Knochenschmerzen und Knochenbrüchen. Ein Knochenbruch kann im Alter schwerwiegende Folgen haben und durch die Folgeerkrankungen unter Umständen sogar tödlich sein. Bei Frauen mit postklimakterischer Osteoporose treten besonders häufig Wirbelkörperbrüche auf, bei der Alters-Osteoporose, an der beide Geschlechter erkranken können, sind es oft Oberschenkelhalsbrüche. Bewegungseinschränkung und Dauerschmerzen sind vielfach Auslöser für Invalidität und Pflegebedürftigkeit.

Mit jedem Knochenbruch steigt das statistische Risiko weiterer Brüche um das 4- bis 5-Fache an. Beispielsweise machen sich bei der postklimakterischen Osteoporose die ersten Knochenbrüche etwa 6-12 Jahre nach der letzten Monatsblutung bemerkbar. Die schwerwiegendsten Komplikationen treten meist nach einem Oberschenkelhalsbruch auf. In bis zu 30% aller Fälle führt dieser Knochenbruch bei Patienten nach dem 70. Lebensjahr durch die Folgeerkrankungen und das erhöhte Operationsrisiko zum Tod. Mehr als die Hälfte der Betroffenen bleibt trotz Behandlung für den Rest ihres Lebens pflegebedürftig.

Leider ist die Osteoporose bislang nicht heilbar. Eine sorgfältige Vorbeugung kann zwar oftmals verhindern, dass die Erkrankung überhaupt entsteht, eine rechtzeitige Behandlung kann aber in der Regel nur noch das Fortschreiten verlangsamen und Komplikationen verhindern. Eine Behandlung mit einem Medikament dauert in der Regel etwa 3-5 Jahre.

Patienten sollten sich jedoch darüber hinaus zusammen mit ihren betreuenden Ärzten ein lebenslanges Beratungs- und Behandlungskonzept entwickeln. Ein solches Konzept umfasst unterschiedliche Behandlungsansätze. Wenn der Knochenverlust erneut einsetzt, kann dann gegebenenfalls zu einem anderen Behandlungsprinzip gewechselt werden.

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