
Positiv: Was nun?
Ein positiver HIV-Test schockiert jeden Betroffenen. Zur Sorge um das eigene Leben und das des Partners kommt die Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung. Deshalb bieten die Teststellen eine intensive psychologische Beratung an, sobald sie ein positives Testergebnis mitteilen müssen. Auch einige HIV-Kliniken haben eine psychologische Beratungsstelle, die sowohl bei Alltagsfragen als auch bei psychischen Erkrankungen im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion Hilfe anbieten.
Das Wissen, dass man mit dem HI-Virus infiziert ist, bedeutet für die Betroffenen in der Regel eine große seelische Belastung. Oftmals schrecken sie davor zurück, mit Freunden, Angehörigen oder Kollegen über ihre Erkrankung zu sprechen, weil sie sich vor deren Reaktionen fürchten. Doch mit all ihren Sorgen und Nöten bleiben sie dann auf sich gestellt. Mögliche Hilfe, Unterstützung und Verständnis bleiben aus. Für die Betroffenen ist dies mit einer großen Belastung verbunden, die häufig eine psychische Erkrankung nach sich zieht. Meist benötigen diese HIV-Patienten zusätzliche Medikamente und müssen häufiger stationär behandelt werden.
Untersuchungen in den USA haben ergeben, dass die meisten HIV-Infizierten ihre Offenheit im Nachhinein selten bereuen müssen. Erfahrungsgemäß helfen und unterstützen Freunde die Betroffenen in den meisten Fällen.
Besonders schwer belastet ein notwendiges Gespräch mit dem Partner, denn nicht selten ist auch er/sie infiziert. Psychologische Beratungsstellen bieten den Betroffenen für dieses Gespräch unterschiedliche Unterstützung an.
Weitere Informationen zum Umgang mit einer HIV-Infektion finden Sie hier. Eine Übersicht über die Aidsberatungsstellen in Deutschland finden Sie hier.
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